Ottersberger Theaterprojekt „Helden der Zukunft“ kommt morgen zur Aufführung

Geflüchteten Jugendlichen eine Stimme geben

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Sama Mousavimofakhar und Christoph Pauger haben das Theaterprojekt mit geflüchteten Jugendlichen initiiert. Morgen ist Premiere in der Ottersberger Hochschulaula. 

Ottersberg - ottersberg - Die „Helden der Zukunft“ spielen morgen. Um 18  Uhr wird am Samstag in der Aula der Hochschule für Künste im Sozialen (HKS) am Wiestebruch in Ottersberg ein Stück mit diesem Titel aufgeführt, das geflüchteten Jugendlichen eine Stimme gibt. Initiiert haben das Theaterprojekt Christoph Pauger, Theaterkünstler im Sozialen, und die Schauspielerin und Regisseurin Sama Mousavimofakhar.

Der Österreicher Pauger kam 2010 nach Ottersberg an die Hochschule für Künste im Sozialen, seine Kollegin studiert dort seit 2014. Um einen Studienplatz beworben hatte sie sich ganz unkonventionell – per Skype: „Ich wollte unbedingt künstlerisch etwas machen, was mir in meiner Heimatstadt Teheran so nicht möglich war“, sagt die Iranerin. Nämlich Themen aufgreifen von sozialer Relevanz und diese in einer theatralischen Form zum Ausdruck bringen.

Von diesem gestalterischen Vorsatz ist auch Pauger geleitet, der sich ganz bewusst für eine freie künstlerische Theatertätigkeit entschieden hat und gegen eine Festanstellung: „Gegenwärtig würde mich das nur einengen.“

Gut vorbereitet haben sich die Darsteller auf ihre Premiere.

Dieses Ottersberger Theaterprojekt, bei dem der Verein ambulanter Erziehungshilfen als Trägerverein fungiert, wird unterstützt von der Lokalen Jugendhilfe-AG Ottersberg und der Oldenburgischen Landesbank. Der jüngste Mitwirkende des Projekts ist 14 Jahre alt, der älteste 25. Nach Deutschland geflohen sind die jungen Leute aus Syrien, dem Iran, aus Somalia und von der Elfenbeinküste. Untergebracht sind sie in Bassen und Ottersberg.

Sehr persönliche Geschichten

Das Stück „Helden der Zukunft“ bietet eine Reihung sehr persönlicher Geschichten, die am morgigen Premierenabend aus dem Schutzraum der Proben an die Öffentlichkeit gelangen: „Das“, sagt Christoph Pauger, „ist für die Darsteller natürlich eine andere Situation. Aber wir haben darauf geachtet, dass niemand erzählt, was er nicht erzählen will.“ Grenzen überschreiten möchte dieses Theaterprojekt nicht, vielmehr dazu beitragen, eben solche abzutragen. Dafür ist der Titel des Stücks thematische Klammer genug und das Projekt selbst ein integrativer Versuch mit künstlerischen Mitteln.

Nach dem Premierenabend heute gibt es übermorgen am Sonntag noch eine zweite Aufführung. Dann gastieren die „Helden der Zukunft“ ab 19 Uhr im Salon des Bahnhofsgebäudes Ottersberg.  

häg

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