Gaststätte kurz vor Wiedereröffnung / Neuer Eigentümer plant integrierte Ferienwohnungen

Frischer Wind im Otterstedter „Haus am See“

Biergarten vorm „Haus am See“
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Der Biergarten vorm „Haus am See“ soll ab Mitte Juni wieder zu einem beliebten Anlaufziel werden.

Otterstedt – Es tut sich wieder was im „Haus am See“ in Otterstedt. Daniel Manz, neuer Pächter des idyllisch am Pastorensee gelegenen Gasthauses, steckt mitten in der Renovierung und Modernisierung von Lokal, Saal und Biergarten. „In zwei, drei Wochen“ will er aufmachen, „je nach Wetter und Corona-Situation“. Die Gäste dürfen sich auf eine rustikale Burger-Braterei freuen, wie sie Manz bereits mit Erfolg in seinem Ottersberger Imbiss „Burgermeister“ anbietet – aber auch auf „gehobene Küche“ mit anspruchsvollen Gerichten und Zutaten aus regionaler und biologischer Produktion.

In den vergangenen Jahren haben sich die Pächter im „Haus am See“ die sprichwörtliche Klinke in die Hand gegeben. Das traditionsreiche Gasthaus am Otterstedter See verlor zusehends an Glanz. Die Lage ist top, aber das Geschäft hängt unter anderem vom Aufkommen an Badegästen und Radausflüglern ab. Das wiederum wird beeinflusst vom Wetter und von der wechselhaften Blaualgen-Situation am Strand. Auch die bis dato letzten Wirtsleute, für die noch Corona oben drauf kam, waren nicht vom Glück begünstigt und gaben im November nach monatelangem Existenzkampf auf. Die Tristesse war zurück im und am „Haus am See“.

Neues Leben und Aufschwung versprechen die Pläne des neuen Eigentümers Arnd Brüning. Der Fischerhuder Unternehmer hat nicht nur mit Daniel Manz einen frischen Gaststättenpächter verpflichtet, sondern darüber hinaus einiges vor. Gekauft hat die weitläufige Immobilie am See die Brüning Family Holding GmbH – ein junger Zweig der Fischerhuder Unternehmensgruppe, der Brüning zufolge in ortsbildprägende Immobilien der Region investiert - wie das „Haus am See“ in Otterstedt.

Zusammen mit einer Projektgesellschaft und dem hauseigenen Architekten Peter Bischoff sollen zeitgemäße Nutzungskonzepte geplant und verwirklicht werden. „Uns ist sehr daran gelegen, dass dabei ein Mehrwert für die Gesellschaft entsteht“, betont Brüning. Vor allem, wenn es sich um ein „halb öffentliches“ Objekt wie das „Haus am See“ handele: „Wir wollen etwas schaffen, das das gesamte Gebiet aufwertet.“ Über die konkreten Pläne sei er zurzeit in enger Abstimmung mit der Gemeinde.

Was den Projektmachern vorschwebt, ist neben dem Erhalt der Gastronomie – samt Sommergarten für Ausflügler und Saal für Gesellschaftsveranstaltungen – ein „Mix aus Ferien- und Dauerwohnen“. Vom zunächst angedachten Totalabriss des alten Gebäudes und einem kompletten Neubau haben sich die Planer aber wieder verabschiedet: „Große Teile sollen erhalten bleiben“, so Brüning. Abgerissen wird voraussichtlich nur die alte Kegelbahn, an deren Stelle die Wohnungen gebaut werden könnten. Außerdem auf der Ideenliste für ein attraktives Gesamtbild: zwei, drei neue Duschen im Strandbereich, ein Spielplatz sowie fünf Wohnmobilstellplätze. „Loslegen“ würde Brüning am liebsten „so schnell wie möglich“. Aber der Unternehmer geht davon aus, dass neben der Projektplanung selbst auch die enge Abstimmung mit Politik und Verwaltung etwa noch ein Jahr in Anspruch nehmen wird. Und „wenn jemand aus Otterstedt noch eine gute Idee hat für das Gelände – gerne melden!“

Die Sorge von Anwohnern, dass am See ein Ferienwohnungsklotz entstehen könnte, hält Ottersbergs Bauamtsleiter Ralf Schack für unbegründet: Der geltende Bebauungsplan weise das betreffende Areal als „Sondergebiet Gaststätte“ aus. „Integrierte Ferienwohnungen“ seien in begrenztem Maß möglich. Erlaubt sei eine maximal zweigeschossige Bauweise. Eventuell darüber hinausgehende Pläne bedürften einer Änderung des Bebauungsplans – und darüber entscheide die Politik, die also ein maßgebliches Mitspracherecht habe.

Von Petra Holthusen

„Burgermeister“ Daniel Manz

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