Erste „Milchtankstelle“ der Region

Frische Weidemilch rund um die Uhr am Automaten zapfen

+
Betreiben die Fischerhuder „Milchtankstelle“: (v.li.) Jan Wiechmann, Anna Puvogel, Klaus Wiechmann und Christa Puvogel.

Fischerhude - Fast wie direkt aus dem Euter... Viel frischer geht es jedenfalls nicht: An einer „Milchtankstelle“ neben ihrem gemeinsamen Milchviehstall „Im Pool“ in den Wümmewiesen in Fischerhude bieten die Familien Puvogel und Wiechmann, die unter dem Namen „Wümmemelker GbR“ firmieren, neuerdings Frischmilch aus einem Automaten an – Tag und Nacht rund um die Uhr „zapfbar“.

Wer Auto fährt, kennt das Procedere. Wenn die Tanknadel am Armaturenbrett nur noch wenig Sprit im Tank anzeigt, sucht Frau oder Mann die nächste Tankstelle auf, hält an der Zapfsäule, befüllt den Tank, bezahlt und fährt weiter. So ähnlich funktioniert die Fischerhuder „Milchtankstelle“, die erste in der Region. 

Gefäße können mitgebracht oder vor Ort erworben werden

Der Automat der „Wümmemelker“ steht in einer kleinen Holzhütte und gibt Milch auf Knopfdruck aus: Der Milchdurstige wirft einen Euro hinein, stellt ein mitgebrachtes Gefäß in die Zapfanlage des „Kuhmaten“ und wartet solange, bis ein Liter Milch – sogar mit einer kleinen Schaumkrone – abgefüllt ist. Wer kein Gefäß parat hat, der kann sich eine leere Milchglasflasche, deponiert neben dem Automaten, kaufen.

So funktioniert’s: Anna Puvogel am Milchautomaten.

„Viele haben bislang schon Milch direkt bei uns aus dem Betrieb abgeholt. Und da haben wir uns entschieden, eine Milchtankstelle einzurichten – mit bester Weidemilch“, berichtet Christa Puvogel. Die Stallanlagen der „Wümmemelker GbR“ liegen an einem viel befahrenen Fahrradweg, der vom Ort in die Wümmewiesen führt und den viele Radwanderer zu einer Fahrradtour nutzen. So rückt der Betrieb Puvogel-Wiechmann mit seinen 165 Milchkühen und seiner „Milchtankstelle“ als Direktvermarkter näher an den Verbraucher. „Der Milchautomat wird jeden Tag mit Milch neu aufgefüllt“, betont Klaus Wiechmann. Auch wer gegen Mitternacht Appetit auf Milch bekommt, kann sich am Automaten bedienen, denn die „Milchtankstelle“ ist mit einem Bewegungsmelder ausgestattet, der bei registrierter Bewegung das Licht anschaltet.

Christa Puvogel erklärt: „Unsere Milchkühe kriegen gentechnikfreies Futter. Darauf legen wir viel Wert.“ Und sie fügt hinzu: „Uns ist eine transparente Milchproduktion ganz wichtig. Daher zeigen wir allen Interessierten auf Anfrage auch gerne unseren Betrieb. Uns darf man gern dazu ansprechen.“

woe

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Merkels Abschlussbekundung mit Seehofer in München - Bilder

Merkels Abschlussbekundung mit Seehofer in München - Bilder

Werder-Abschlusstraining am Freitag

Werder-Abschlusstraining am Freitag

Nordkorea droht mit Wasserstoffbomben-Explosion

Nordkorea droht mit Wasserstoffbomben-Explosion

Mailänder Designerdefilees: Der Nebel des Schauens

Mailänder Designerdefilees: Der Nebel des Schauens

Meistgelesene Artikel

Lutz Spendig mit „KletterLetter“ in „Die Höhle der Löwen“

Lutz Spendig mit „KletterLetter“ in „Die Höhle der Löwen“

Thänhuser Markt verlief insgesamt friedlich

Thänhuser Markt verlief insgesamt friedlich

Thänhuser Markt: Drei Tage Ausnahmezustand

Thänhuser Markt: Drei Tage Ausnahmezustand

Die Rente mit 70... will keiner der Bewerber

Die Rente mit 70... will keiner der Bewerber

Kommentare