Fischerhuder Theatertrubel bringt im Februar neue Klamotte auf die Bühne

Amnesie für Fortgeschrittene im verrückten Klinikalltag

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Der Fischerhuder Theatertrubel probt für sein neues Stück, das im Februar dreimal aufgeführt wird: „Amnesie für Fortgeschrittene“ – hier mit (v.li.) der eigenwilligen Putzfrau (Heidrun Schwarz), den Patienten Franz Meier zu Hude (Jens Banehr) und Alfred Heintze (Thomas Roehl) sowie der heillos überforderten Klinikdirektorin Dr. Mechthild Wusler (Birgit Isensee).

Fischerhude - Nach seinen komplett in Eigenregie inszenierten Theaterstücken der Vorjahre – „Zimmer frei“, „Mordstück“, „Wildwest in Wümme-Village“ und „Alles klar auf der Queen Victoria“ – präsentiert das Ensemble Fischerhuder Theatertrubel in dieser Spielsaison mit „Amnesie für Fortgeschrittene“ eine bearbeitete Adaption der gleichnamigen Klamotte von Karl-Heinz Alfred Hahn. Premiere ist am 4. Februar.

Zu erleben ist „in diversen Akten“ der Klinikalltag in einem Krankenhaus am Rande des Dorfes – genauer gesagt in der Mühlenberg-Klinik, die im Originalstück Bruchfeld-Klinik heißt und vom Theatertrubel geografischen Örtlichkeiten im Dorf angepasst wurde. Hier träumt zum einen die Klinik-Direktorin seit Jahren von einer medizinischen Entdeckung, die sie in die Top-Kliniken dieser Welt katapultieren könnte. Andererseits aber hat sie Schwierigkeiten, die Mühlenberg-Klinik zu managen: „Abgesehen davon, dass die Patientinnen und Patienten und ihre Angehörigen – ganz im Sinne einer Kostendämpfung im Gesundheitswesen – im Klinikalltag kräftig mit Hand anlegen müssen, macht das eigentliche Personal, was es will“, heißt es in der Ankündigung des Stücks. Dies beginnt bei der Raumpflegerin, die lieber singend und Hüften schwingend durch Zimmer und Flure wuselt, als Besen und Putztuch zu schwingen. Die Eigenwilligkeit des Personals setzt sich fort bei der Hilfsschwester, die höchst eigenständig alternative Therapiemethoden zum Einsatz bringt, über die Krankenschwester, die statt sich der Patientenversorgung zu widmen lieber Miss Marple spielt, bis hin zur Oberschwester, die einen höchst eigenen Umgang mit der Medikamentenversorgung in der Klinik pflegt. „Kein Wunder, dass dieses Klinikleben langsam, aber sicher auch auf die Patientinnen und Patienten abfärbt, zumal Amnesiepatienten sich gelegentlich als vielfältige Persönlichkeiten entpuppen“, verrät Theatertrubel-Pressesprecher Gisbert Tümmel zum Inhalt des Stücks. Und so verwundert es nicht wirklich, wenn friedliche Schachspielerinnen zur Dampframme mutieren oder sich in einen Yeti verwandeln oder wenn sich harmlose Kreuzworträtsellöser zu wahren Wunderauskunftsinformationssystemen entwickeln...

Was der Klinikalltag noch so für Überraschungen zu bieten hat und wie und weshalb auch die Fischerhuder Variante von Inspektor Columbo zum Einsatz kommt, erleben die Zuschauer bei folgenden Aufführungsterminen des Fischerhuder Theatertrubels mit dem Stück „Amnesie für Fortgeschrittene“: am Donnerstag, 4. Februar; Freitag, 5. Februar, und Samstag, 6. Februar, jeweils um 20 Uhr im Gemeindesaal der Kirchengemeinde Fischerhude an der Kirchstraße. Einlass ist immer 30 Minuten vor Aufführungsbeginn.

Theaterkarten im Vorverkauf gibt es ab dem 21. Januar zum Preis von 8 Euro bei „Planten & Blomen“, Im Krummen Ort 16 in Fischerhude, sowie bei den Ensemble-Mitgliedern. Als Ansprechpartner steht Gisbert Tümmel unter Telefon 04293-7782 zur Verfügung. Im Eintrittspreis ist eine kleine Erfrischung enthalten. Der Reinerlös der drei Aufführungen kommt wie immer der Stiftung der ev.-luth. Kirchengemeinde Fischerhude und ihren vielfältigen Aufgaben im Gemeindeleben zu Gute.

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