Auch Grüne verlieren / CDU legt zu / FDP wieder drin

FGBO überholt SPD

Zugelegt auf 40,9 % – da war der Jubel groß bei der Ottersberger CDU um ihren Parteichef und stärksten Stimmenzieher Reiner Sterna (stehend und strahlend in der Mitte). - Fotos: Woelki

Ottersberg - Von Petra Holthusen. Die Freie Grüne Bürgerliste Ottersberg (FGBO) ist der große Gewinner der Gemeinderatswahl im Flecken Ottersberg: Mit 3659 sammelte die FGBO die zweitmeisten Stimmen ein (21,1 % – 2011 waren es noch 11,9 %).

Sie verdoppelt damit die Anzahl ihrer Sitze im neuen Gemeinderat auf sechs und überholte sogar die SPD, die mit 3381 Stimmen (19,5 %) deutlich an Wählerzuspruch verlor (2011: 26,9 %) und künftig mit sechs statt acht Sitzen im Rat vorlieb nehmen muss. Wieder dabei ist die FDP, der 377 Stimmen (2,2 %; 2011: 1,2 %) für ein Ratsmandat reichten.

Am früheren Abend war die Laune noch nicht ganz dahin – am Ende musste die SPD den Verlust von zwei Sitzen hinnehmen.

Stärkste Kraft im Ottersberger Kommunalparlament bleibt die CDU, die sich mit 7092 Stimmen auf 40,9 % (2011: 38,1 %) steigerte und ihre elf Sitze damit verteidigte. Die Grünen, die vor fünf Jahren vom Fukushima-Effekt profitiert und sich mit 19,7 % auf fünf Sitze vergrößert hatten, kamen diesmal auf 12,0 % und entsenden künftig nur noch drei Vertreter in den Rat. Die Linke verdoppelte sich mit 762 Stimmen auf 4,4 % Stimmenanteil und behält ihren einen Sitz. Die Wahlbeteiligung im Flecken lag bei 59,8 %.

Die meisten persönlichen Stimmen sammelte CDU-Chef Reiner Sterna (1218), gefolgt von den FGBOlern Tim Weber (765) und Wilfried Mittendorf (581) sowie Reiner Schnäpp (SPD, 564).

Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis ziehen für die CDU Reiner Sterna, Dirk Gieschen, Klaus Rebentisch, Michael Kallhardt, Werner Bahrenburg, Rainer Hinrichs, Hartmut Henke, Reinhard Schloo, Norman Behrens, Hannah Schwarz-Kaschke und Fabian Langhans in den neuen Gemeinderat ein, für die FGBO Tim Weber, Wilfried Mittendorf, Holger Wieters-Froehlich, Uwe Damman, Petra Ruers und Dr. Mathias Grabs, für die SPD Reiner Schnäpp, Annegret Reysen, Veit-Gunnar Schütt-rumpf, Hans-Jörg Wilkens, Bianca Fischinger und André Herzog, für die Grünen Angela Hennings, Ludwig Schwarz und Erika Janzon, für die FDP Horst Köntges und für die Linke Jürgen Baumgartner.

Tim Weber zog die zweitmeisten Stimmen aller Kandidaten und ist mit seiner FGBO sechsköpfig im neuen Rat vertreten.

„Erwartet habe ich vier bis fünf Sitze – sechs Sitze sind schon toll“, freute sich FGBO-Spitzenkandidat Weber am Abend. Die starke Liste und die vielen Info-Stände zur Wahl hätten sich ausgezahlt. „Unser Einsatz für Transparenz wurde honriert“, so Weber. Das habe er bereits nach den jüngsten Debatten ums E-Werk gespürt (Stichwort: Baltic-Bericht).

Auch wenn das Ziel, einen Sitz mehr zu ergattern, nicht erreicht worden sei, „sind wir insgesamt schon sehr zufrieden“, meinte CDU-Chef Reiner Sterna und sah den Wahlerfolg seiner Partei in der „breiten Themenvielfalt, die wir angeboten haben“.

„Nicht so frohlockend“ verbrachte die SPD nach Worten von Vize-Chef Hans-Jörg Wilkens den Abend: „Wir sind überrascht, dass der E-Werk-Skandal die Bevölkerung doch nicht so erschüttert hat wie gedacht. Mit unserem Slogan ,Mehr Ehrlichkeit' konnten wir nicht punkten.“

+ Ergebnis Gemeinderat Ottersberg

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