PORTRÄT Andreas Böschen ist neuer Ottersberger Gemeindebrandmeister

„Feuerwehr ist Teamarbeit“

Andreas Böschen (47) aus Posthausen ist der neue Gemeindebrandmeister des Fleckens Ottersberg und verantwortlich für vier Ortsfeuerwehren mit zusammen mehr als 200 Aktiven in den Einsatzgruppen. Foto: Woelki

Posthausen – Der eine geht, der andere kommt. Andreas Böschen heißt der neue Gemeindebrandmeister des Fleckens Ottersberg. Der Posthausener löst den Fischerhuder Thomas Schepelmann ab.

Der vorherige Gemeindebrandmeister war sechs Jahre im Amt und hatte auf eine erneute Kandidatur verzichtet. Schepelmann möchte künftig „nur noch Feuerwehrmann sein“, wie er erklärt hatte. Sein Nachfolger Andreas Böschen wurde jetzt in der Sitzung des Ottersberger Gemeinderats offiziell ins Amt berufen und zum Ehrenbeamten ernannt. Damit folgte die Politik dem Votum der vier Ortskommandos, die sich bereits vor Längerem für Böschen als neuen Gemeindefeuerwehrchef entschieden hatten. Jetzt ist der 47-Jährige für die vier Freiwilligen Ortsfeuerwehren Ottersberg, Otterstedt, Posthausen und Fischerhude-Quelkhorn mit zusammen mehr als 200 Aktiven verantwortlich.

„Wir haben ja gedacht, dass Thomas Schepelmann noch eine Amtszeit anhängt. Von seinem Alter her hätte es gepasst. Aber bereits vor einem Jahr hatte er durchklingen lassen, dass er nicht wieder zur Wahl antreten werde“, berichtet Andreas Böschen, der sich daraufhin zur Kandidatur entschloss.

Böschen war zuletzt stellvertretender Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Posthausen und ist Leiter der Werksfeuerwehr des Einkaufszentrums Dodenhof. In ganz jungen Jahren hatte er Posthausen zwischenzeitlich aus beruflichen Gründen verlassen. 1996 kehrte Andreas Böschen zurück und fing im Sommer des selben Jahres bei Dodenhof an zu arbeiten. Schnell war er Feuer und Flamme für die Werksfeuerwehr, die wenige Monate zuvor, im Mai 1996, gegründet worden war. Zeitgleich zum Eintritt in die Werksfeuerwehr trat Böschen in die Freiwillige Ortsfeuerwehr Posthausen ein: „Das lag irgendwie auf der Hand.“

In den Folgejahren absolvierte Böschen zahlreiche Feuerwehrfachlehrgänge auf Kreis- und Landesebene – mit dem Ergebnis, dass er 2008 mit der Leitung der Werksfeuerwehr betraut wurde. Parallel dazu gestaltete der Posthausener als Gruppenführer in der Ortsfeuerwehr aktiv den Ausbildungsdienst und rückte 2017 auf die Position des stellvertretenden Ortsbrandmeisters.

Eigentlich sei er als Quereinsteiger zur Ortsfeuerwehr gekommen, erinnert sich Andreas Böschen, der mit Imke Böschen verheiratet und Vater von zwei Töchtern im Alter von fünf und acht Jahren ist. Der Wunsch, anderen in Not zu helfen, und die Gemeinschaft, die in einer Ortsfeuerwehr herrsche, hätten ihn dazu bewogen, in die Feuerwehr einzutreten, schildert der neue Gemeindebrandmeister.

„Feuerwehr kann nur im Team funktionieren – Feuerwehr ist Teamarbeit“, betont Andreas Böschen, der seine Erfahrung als Fachkraft für Arbeitsschutz bei Dodenhof auch in der Freiwilligen Ortsfeuerwehr einbringen kann. „Die Zusammenarbeit zwischen den Ortsfeuerwehren ist gut. Das gilt auch für die Ausbildung der Einsatzgruppen und deren Ausstattung“, so Böschen. Er ergänzt: „Die Herausforderungen für eine Ortsfeuerwehr vor allem im Bereich der technischen Hilfeleistungen angesichts der heutzutage transportierten Gefahrgüter werden in Zukunft wachsen. Und da müssen wir als Feuerwehr die Ausbildung und die Ausstattung immer wieder anpassen.“ Neue Einsatzfahrzeuge für die Ortsfeuerwehren Posthausen und Otterstedt seien in der Diskussion, so Bö–schen. Auch drei neue Feuerwehrgerätehäuser stehen in der Gemeinde bekanntlich auf dem Investitionsprogramm, wobei der Bau in Otterstedt fast fertig ist.

Auch den Nachwuchs hat Andreas Böschen im Blick. „Die Jugend- und Kinderfeuerwehren müssen wir weiterhin unterstützen. Denn zwei Drittel der Jugendlichen wechseln in der Regel in die Einsatzgruppen“, schildert der neue Gemeindebrandmeister, der sich zudem als Vermittler zwischen den Interessen der Feuerwehr und den Vorstellungen der Kommunalpolitik sieht. „Baustellen“ gebe es genügend, findet Andreas Böschen. Eine davon ist die digitale Alarmierung: Die Umsetzung vor Ort sei eine große Aufgabe. Auch die persönliche Ausstattung der Aktiven und Hygieneregeln rückten immer stärker in den Fokus.  woe

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