Festakt an Wirkungsstätte / 62-Jähriger bleibt Ottersberger Hochschule für Kunst im Sozialen erhalten und widmet sich dort gestischer Lehre

Nach 18 Jahren Rektor rührender Abschied für Peer de Smit

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Bei seiner offiziellen Verabschiedung aus dem Rektorat der Ottersberger Hochschule nach 18 Jahren freute sich Professor Peer de Smit (links) auch über viele, oft natürlich künstlerisch geprägte Geschenke.

Ottersberg - Matrose, Schauspieler, Regisseur, Schauspielpädagoge, Lehrender, Professor und demnächst Forscher in der gestischen Lehre: So sahen beziehungsweise sehen Lebensstationen von Rektor Peer de Smit aus. 18 Jahre leitete er die heutige Ottersberger Hochschule für Künste im Sozialen und wurde jetzt mit einem Festakt verabschiedet.

Allerdings nicht in den Ruhestand, sondern in den Unruhestand: Der gebürtige Mannheimer hat mit 62 Jahren noch viel vor.

„Niemand denkt heute an Rückzug und am allerwenigsten Peer de Smit selbst“, betonte Professor Dr. Ralf Rummel-Suhrcke von der Akademischen Hochschulleitung und Geschäftsführung in seiner Verabschiedungs-Ansprache.

18 Jahre, das sei aus soziologischer Perspektive mehr als eine Generation, so Rummel-Suhrcke. In dieser Zeit habe de Smit viele Studierendenjahrgänge geprägt. Alt werden könne man an dieser Hochschule ohnehin nicht. Zu sehr seien alle eingebunden in den Prozess der Verjüngung, Erneuerung und in den Gestaltwandel.

Dieser Wandel verlange stetig nach Perspektive und Zukunft. Das lange Rektorat habe eine notwendige Klammer gebildet, eine Verbindung zwischen Tradition und Moderne, zwischen den alten und neuen Kräften.

Die Hochschule habe eine spezifische Geschichte, die vom Privaten ins Öffentliche tendierte, die von der Geschlossenheit zur Offenheit drängte, das Schulische ins Universitäre führte und das Künstlerische mit dem Forschenden zur Verschmelzung brachte.

Rummel-Suhrcke würdigte de Smit als einen verlässlichen Visionär, der in unzähligen Sitzungen, Vorträgen und Entscheidungsmomenten das Wohl und die Zukunft der Hochschule fest im Blick hatte. Es sei immer eine prickelnde und wohlige Verlässlichkeit gewesen mit der Zuversicht: „Ja, wir können diese Situation meistern“. Professor Rummel-Suhrcke ging auch auf den Besuch einer Fachministerin ein, die sich von dem überraschend kreativen und erfrischenden Habitus der Hochschule sehr beeindruckt gezeigt hatte.

Nach dem musikalischen Beitrag des Astral-Chores der Hochschule unter Leitung von Dozent Christoph Mikula trat Karin Labinsky-Meyer, stellvertretende Landrätin ans Rednerpult. Auch sie lobte de Smits Verdienste um die zukunftsorientierte Entwicklung der Hochschule.

Peter Zimmermann, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Hochschulgesellschaft, ließ es an Emotionen nicht fehlen und Anna-Barbara Fastenau, Dozentin für Theater im Sozialen, schloss sich an. Sie hatte schon ihr Studium in Ottersberg absolviert und ging in ihrer Rede zu diesen Zeiten zurück.

Heiter gefärbte Ansprachen von Studierenden ließen erkennen, dass Peer de Smit als Lehrender bei den jungen Leuten großes Ansehen genießt. Ein Gesangstrio des 7. Semesters im Studiengang Theater im Sozialen schloss sich mit einer Darbietung an, die viel Applaus hervorrief.

Professor Elmar Lampson. Präsident der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, benötigte kein Redemanuskript. Frei von der Leber weg würdigte er die Leistungen de Smits in herzlichen Worten. Er sprach den Gästen offenbar aus dem Herzen, was am Applaus zu erkennen war.

kr

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