Mühlentag auf dem Parzivalhof mit Pflanzen, Schmiedefeuer und Flohmarkt

Fest im Pfingstprogramm

Wie eigentlich immer war der Garten des Parzivalhofes auch gestern Nachmittag ein besonderer Anziehungspunkt. - Fotos: Keppler

Quelkhorn - „Wir haben uns dicke Jacken angezogen. Mehr wie zehn Grad sind heute nicht drin, aber wenigstens ist es trocken“. Ein Ausflug zum Mühlentag auf den Quelkhorner Parzival Hof gehört für die Oytener Familie Lange zum alljährlichen Pfingstprogramm.

Selbstverständlich kam beim Mühlentag in Quelkhorn auch die kulinarische Seite einer solchen Veranstaltung nicht zu kurz.

Papa, Mama, das vierjährige Töchterchen und neuerdings ein Baby im Kinderwagen, wollten eigentlich wie alle anderen Besucher des Mühlentages im Freien in der Sonne sitzen, vielleicht sogar unter einem schattigen Baum Kaffee und Kuchen genießen. Stattdessen wagte es niemand, seine Jacke auszuziehen. An den Besucherzahlen änderte die gefürchtete „Kalte Sophie“, das letzte Aufbäumen von polarer Kaltluft aber nichts. Rund um die Mühle, ein aufwendig restaurierter alter Erdholländer, herrschte munteres Treiben. Flohmarktfans kamen auf ihre Kosten. Kinderspielzeug, Geschirr, ein präparierter Kaiman, der schon einmal bessere Tage gesehen hatte, Hausrat jeglicher Art und jede Menge Kinderspielzeug stieß auf großes Interesse.

„Was meinst du, Ole, wollen wir diesen Kran mitnehmen?“ Eine großzügige Mutter brauchte nicht lange fragen. Für zehn Euro wechselte das Holzspielzeug den Besitzer. Ein Kunstschmied hatte am Fuße der Mühle seine Esse angeheizt und fertigte vor den Augen der Besucher hübsche Gartenutensilien, die gleich mitgenommen werden konnten.

Und wie immer war der Pflanzenmarkt der große Anziehungspunkt. Annika, Gärtnerin vom Weidenhof, freute sich über die Kauflust der Besucher.

Die Weberei hatte sich eine ganz besondere Präsentation ihrer Produkte ausgedacht. Seit Monaten wurde an kunsthandwerklichen Geschirrtüchern gearbeitet, in die ungewöhnliche Materialen eingewebt wurden. Auf Rahmen gespannt, wurden diese Exponate nun dem Publikum präsentiert. Das alte Glashaus, einst Mittelpunkt der ursprünglichen Gärtnerei, jetzt abgebaut, bot Raum für diese Unikate, die zum profanen Abtrocknen von Tassen und Tellern natürlich viel zu schade sind.

Der riesige Kräutergarten oberhalb des Geländes bot Besuchern einmal mehr Gelegenheit, ein wenig inne zu halten, die Nase in duftende Salbeistauden, Rosmarin und Thymian zu stecken.

Fans von Second Hand-Märkten kamen wie immer auf ihre Kosten. Hochwertige, gespendete Garderobe, erstmals auch mit einem tollen Angebot für Kinder, ließ den einen oder anderen Besucher neue Lieblingsstücke finden.

Alle handwerklichen Gewerke der Einrichtung hatten geöffnet und boten Einblick in ihre Arbeitsprozesse. Über das Gelände verteilte Informationsstände gaben Auskunft über das Leben und Arbeiten auf dem Parzival Hof und über die Stiftung, die als Träger der Einrichtung hinter dem Gefüge steht.

Selbstverständlich kam auch die kulinarische Seite des Mühlentages nicht zu kurz. Die Küche war mit lecken Angeboten zur Hochform aufgelaufen. Im Saal des Bauernhauses gab es eine Kaffeetafel und Stände mit kleinen, heißen Snacks sorgten ab dem frühen Vormittag dafür, dass niemand Kohldampf schieben musste. 

kr

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