Kommunalwahlen im Flecken Ottersberg

Ferdinand Kallhardt will Fischerhuder Ortsbürgermeister werden

Ferdinand Kallhardt
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Ferdinand Kallhardt (38) tritt bei der Ortsratswahl in Fischerhude mit dem Ziel an, Ortsbürgermeister zu werden.

Ferdinand Kallhardt will Ortsbürgermeister in Fischerhude werden. Dafür stellt er sich am 12. September zur Wahl für den Ortsrat – und setzt auf seine Wurzeln.

Fischerhude – Wenn Ferdinand Kallhardt so darüber nachdenkt, ist er doch „extrem familiär geprägt“. Großvaters und Vaters Gene machten ihn zum Werder-Fan von klein auf, zum Stoffhändler von Beruf – und zum Kommunalwahl-Kandidaten in Fischerhude. Ferdinand Kallhardt bewirbt sich auf Platz 1 der CDU-Liste für den Ortsrat, dem Vater Michael schon lange angehört. Parteimitglied ist der Sohn nicht, mit der Landes- und Bundespolitik der Christdemokraten hat er auch nicht so viel am Hut. Die Kandidatur für die CDU ist „also auch familiär bedingt“, sagt der 38-Jährige lächelnd. Aber die Ortsratswahl am 12. September ist für ihn sowieso eher „eine Personenwahl“. Und da rechnet er sich als jüngerer, fest im Ort verwurzelter Bewerber einiges aus.

Das tut auch die CDU, die offensiv mit Ferdinand Kallhardt als Kandidat für das Amt des Ortsbürgermeisters in den Wahlkampf geht. Weil der Ortsbürgermeister aus der Mitte des neuen Ortsrates gewählt wird, bräuchten die Christdemokraten für ihre Ambitionen allerdings die Mehrheit in der siebenköpfigen politischen Interessensvertretung der Ortschaft, also einen Sitz mehr als ihre bisherigen drei. Ferdinand Kallhardt stünde bereit, Verantwortung zu übernehmen: „Ich habe Lust und Zeit, mich für mein Dorf zu engagieren.“ Klar ist aber, dass er um jede Stimme kämpfen muss: „Es gibt ja insgesamt 30 Bewerber für die sieben Sitze.“

Ferdinand Kallhardt ein „Konservativer mit modernen Werten“

Der 38-Jährige beschreibt sich selbst als „Konservativen mit modernen Werten“. Als eingeborener Fischerhuder fühlt er sich hier so zu Hause, wie er es sich woanders nie vorstellen könnte. „Ich gehe hier nicht mehr weg“, das hatte er auch gleich zu Beginn mit seiner Freundin aus Tarmstedt geklärt.

Kallhardt lebt mit seinem ältesten Sohn (17) in dem früheren Haus seiner Eltern, in dem er damals mit drei Brüdern groß geworden ist. Von klein auf spielte er beim örtlichen TSV Fußball, heute noch bei den Montagskickern, einer Freizeittruppe. In der U18 seines Sohnes ist er Co-Trainer, im Herrenbereich Torwarttrainer. „Ich bin ein leidenschaftlicher Fußballspieler und -fan“, sagt Kallhardt. Musik macht er zum „Runterkommen“: Der 38-Jährige spielt Gitarre, seit Neuestem auch Klavier, und er singt. Gerne für sich, aber gerne auch mit anderen im Fischerhuder Gospelchor „Living Voices“.

Außendienstler Kallhardt pendelt zwischen den Grenzen

Dass er sich für seine sportlichen und musikalischen Leidenschaften die Zeit flexibel einteilen kann, verdankt er seiner beruflichen Tätigkeit als Außendienstler. Für ein internationales Unternehmen aus Dänemark, das Möbelstoffe herstellt und vertreibt, betreut der gelernte Einzelhandelskaufmann mit Fachrichtung Textil die Polstererwerkstätten und Einrichtungshäuser in Norddeutschland. Dafür pendelt er zwischen der dänischen, niederländischen und polnischen Grenze „an die 60.000 Kilometer im Jahr“. Und dafür „mache ich mir meinen eigenen Zeitplan“, sagt er.

Seine zeitliche Flexibilität würde Kallhardt auch für das politische Engagement im Ort nutzen. „Ich will was bewegen, und ich traue mir das zu“, sagt er. „Großspurige Versprechen“ seien nicht seine Sache, aber Ziele habe er schon vor Augen: Bauland vorhalten für junge Fischerhuder, die zurück nach Hause wollen („Da kenne ich einige“), gefährliche Verkehrspunkte entschärfen (wie in der Kurve vor der Eisdiele) oder die im alten Dorfkern anstehenden Neubauten von Mehrparteienhäusern konfliktlösungsorientiert begleiten: „Ich habe zwar nicht das Wissen und die Erfahrung der alten Ortsräte, aber als unbeschriebenes Blatt könnte ich unvoreingenommen an die Sachen rangehen und vielleicht anders vermitteln“, meint Ferdinand Kallhardt. „Wir haben einen sehr, sehr schönen Ort, in dem man sehr gut leben kann“, sagt er. Das wolle er bewahren, aber auch mit Neugier und Dialogfähigkeit weiter entwickeln helfen: „Dem stetigen Wandel darf man sich nicht verschließen.“

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