36. Ottersberger Volksradfahren 

Fast 300 Pedalritter unterwegs

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Trotz sommerlicher Hitze ein Spaß für alle Generationen: Das 36. Ottersberger Volksradfahren, das am Sonntag 291 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zählte. 

Ottersberg - Mit der Einführung des E-Bikes haben die Pedal-Ritter den Kampf gegen wechselnde Winde und lästige Steigungen gewonnen. Viele Teilnehmer des Volksradfahrens in Ottersberg, am Sonntag zum 36. Mal vom TSV Ottersberg ausgerichtet, zeigten sich allerdings von den neuen technischen Errungenschaften rund ums Zweirad noch wenig beeindruckt. Sie vertrauten lieber auf ihre Muskelkraft und Streckenkenntnis.

Bereits am frühen Sonntag hatten sich Radler aller Generationen am Rathaus versammelt, um sich für die Teilnahme einzuschreiben und vorzubereiten. Vor dem Start wurden die Fahrräder auf ihre Verkehrstüchtigkeit geprüft. Waren Bremsen, Beleuchtung und Klingel in Ordnung, gab es eine Plakette aufs Rad – und für die Fahrer den Wunsch für eine gute Fahrt.

Früh übt sich, was mal ein großer Volksradfahrer werden will: Laufradfahrer Ole (15 Monate) mit Papa Thorsten Danne.

Zur Auswahl standen zwei Strecken – die eine 22 Kilometer lang, die andere 41 Kilometer. Der TSV Ottersberg als Veranstalter mit Rudolf Mantke an der Spitze und einem engagierten Team von 25 Helfern im Dauereinsatz wollte allen Radfahrern gerecht werden.

An der Strecke sorgte die örtliche Feuerwehr für Sicherheit, das Rote Kreuz für körperliche Unversehrtheit. Ein sportlicher Wettkampf mit der Überschreitung von Leistungsgrenzen wollte das Volksradfahren durch die Wümmewiesen ohnehin nie sein. Vielmehr Erkundungsmöglichkeit und genussvolle Fortbewegung im Verein mit anderen. Der Erfolg gibt dem Veranstalter recht. Das Volksradfahren am Sonntag war bereits das 36. seiner Art.

Mit dem E-Bike die große Runde fahren

Gerhard Stempniewski und seine Ehefrau Irmgard waren mit ein paar Freunden zum Start gekommen. Die Stempniewskis hatten sich für E-Bikes entschieden: „Die Dinger sind ein Segen“, sagte der Ottersberger, der seit drei Jahrzehnten beim Volksradfahren dabei ist. „Ich bin 78. Noch nie war der Spaß auf dem Rad für mich so groß.“ Natürlich fuhr das Ehepaar Stempniewski die große Runde. Auf der hatten die Veranstalter für Verpflegung gesorgt. Nach der Tour, die große führte von Ottersberg nach Tüchten und Posthausen durch Hellwege, über den Fährhof und Fünfhausen wieder zurück ins Ziel an das Ottersberger Rathaus, gab es Erbsensuppe.

Mit dem größten Kaliber war Arnis Komhalcs unterwegs. Der Lette setzte beim Radeln auf die Unverwüstlichkeit und Geländegängigkeit seines Fat-Bikes. Die Dicke der Reifen und ihre groben Stollen lassen Gewicht und eine gewisse Trägheit vermuten. Das Gegenteil ist der Fall. Die Monsterräder sind vergleichsweise leicht und handlich.

Das mit Abstand originellste Rad bewegte rein zufällig Ole entlang des Rathauses. Ole ist fünfzehn Monate alt. Mit seinem Papa Thorsten Danne war er auf dem Laufrad zum Bäcker gefahren, um Brötchen für die Familie zu holen. Von seinem Gefährt mit drei Rädern stieg er dabei keine Sekunde.

Kein Volksradfahren ohne Preise und Plaketten. Insgesamt zählte der Veranstalter 291 Teilnehmer. Die beiden jüngsten Teilnehmer waren Tom Volkmann und Lino Bösche. Beide sind vier. Als älteste Teilnehmer wurden Hanna Dodenhoff, Arno Münsch und Anneliese Wölki beklatscht. Frau Dodenhoff ist 90 Jahre alt, ihre beiden Mitradler 88 Jahre. 

häg

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