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„Fair-Laden“ als Begegnungsraum

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Von: Tobias Woelki

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Gut erhaltene Kleidung und vieles mehr bieten die Ehrenamtlichen im Quelkhorner „Fair-Laden“ an.
Gut erhaltene Kleidung und vieles mehr bieten die Ehrenamtlichen im Quelkhorner „Fair-Laden“ an. © Woelki

Quelkhorn – Was vor einem halben Jahr in Sammanns alter Backstube in Fischerhude als Kleiderkammer für die Versorgung von Geflüchteten aus der Ukraine begann, haben die ehrenamtlichen Initiatorinnen und Initiatoren mit dem Umzug in das gemeindeeigene Haus an der Quelkhorner Landstraße 76 zu einem nachhaltigen Projekt weiterentwickelt: einem sozialen Second-Hand-Kaufhaus für alle.

Aktuell betreuen 26 Frauen aus Fischerhude und der Nachbarschaft das kleine Kaufhaus unter dem Namen „Fair-Laden – Vielfalt in Hülle und Fülle“. Die Initiativgruppe bietet gut erhaltene gespendete Second-Hand-Bekleidung in allen Größen für Frauen, Männer und Kinder an. „Wir geben die Bekleidung zu einem sehr niedrigen Preis an jeden ab, der zu uns kommt“, berichten Helga Weinrich und Elke Kallhardt. Zum Sortiment gehören außerdem Schuhe sowie Hausrat, Spielzeug, Hygieneartikel und Schulbedarf.

Geflüchtete Frauen aus der Ukraine unterstützen das Team der Ehrenamtlichen bei der Arbeit. „Wir wollen mit unserem Laden ein Begegnungsraum sein, der für alle offen ist und in dem sich nicht nur Geflüchtete mit gut erhaltener Bekleidung eindecken können, sondern alle, die bewusst nachhaltig denken und sich austauschen möchten“, betont Weinrich.

Derzeit sind die Regale voll. „Aktuell ist der Bedarf an Kleidung gedeckt. Was wir aber gerade besonders brauchen, sind Hygieneartikel“, so Weinrich. Gerne werde auch weiterhin Bekleidung entgegengenommen – „aber bitte gut erhalten, sauber und gereinigt“.

Geöffnet hat der „Fair-Laden“ dienstags und donnerstags in der Zeit von 10 bis 14 Uhr und mittwochs von 14 bis 17 Uhr. Zu diesen Öffnungszeiten nehmen die ehrenamtlichen Betreiberinnen auch Kleider- und weitere Spenden entgegen.

„Auf dem Herzen liegt uns noch, dass zum Schuljahresbeginn die Ausstattung der ukrainischen Kinder mit Schulmaterialien und auch Ranzen nicht optimal war. Hier würden wir uns freuen, wenn wir noch Spenden für die Schulkinder sammeln könnten“, erklärt Torsten Kuper, Sprecher des gemeindeweiten Hilfsnetzwerks „We care Otter“. Schulmaterialspenden können ebenfalls im „Fair-Laden“ in Quelkhorn abgeben werden.

Wer Fragen hat oder mithelfen möchte, wendet sich per E-Mail an emagesche1@gmail.com.

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