Experten informieren Landwirte über Trinkwasserqualität im Kreis

„Werte völlig unauffällig“

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Stefan Hamann, Geschäftsführer des Trinkwasserverbandes Verden, informierte Landwirte über die Trinkwasserqualität im Kreis.

Posthausen - Die Wasserqualitäten im Landkreis Verden sind hervorragend, lautete das Fazit der Experten. Bei einem Vortragsabend am Montag in der Wümminger „Moorhexe“ beantworteten Stefan Hamann als Geschäftsführer des Trinkwasserverbandes Verden und Kreislandwirt Jörn Ehlers vor interessierten Mitgliedern und Gästen des Landwirtschaftlichen Vereins Hellweger Moor die Frage „Wie sicher ist unser Trinkwasser?“

Stefan Hamann erklärte: „Wir als Trinkwasserband Verden versorgen 115000 Bürger in neun Mitgliedsgemeinden einschließlich Eystrup mit 15,5 Millionen Liter Wasser im Jahr. Auch beliefern wir Bremen mit Trinkwasser.“ Zwar käme Nitrat im Grundwasser vor – Ursache dafür seien der stickstoffhaltige Dünger und die Gülle aus den Mastställen und den Biogasanlagen, so Hamann. „Aber die in unseren Förderbrunnen gemessenen Werte sind völlig unauffällig“, betonte er. Zum Pflanzenschutzmitteleinsatz auf den Feldern erklärte Hamann: „Die gemessenen Werte liegen weit unterhalb der gesundheitlichen Orientierungswerte der Behörden.“

Auch bei den Arzneimittelrückständen im Abwasser, die zumeist durch Privathaushalte in den Kreislauf gelangten, sah Hamann keine Probleme: „Die Werte sind um das Hundertmillionenfache niedriger als die verschriebene Tagesdosis.“

Risiken sieht der Experte durch die Erdgas-Fördermethode Fracking: oberirdisch durch Leckagen an Leitungen oder Havarien auf der Bohrplattform sowie unterirdisch durch Bohrungen. „Derzeit liegen aber keine Befunde vor“, betonte Hamann. Und schob nach: „Für den Ernstfall haben wir uns gut vorbereitet.“ Uneingeschränkt warb Hamann für „das gute Kreisverdener Wasser“.

Die Sicht der Landwirte erläuterte Kreislandwirt Jörn Ehlers. „Mit dem Trinkwasserverband Verden haben wir ein gutes Einvernehmen“, stellte Ehlers fest. Der Gesetzgeber erlaube pro Jahr das Aufbringen von bis zu 170 Kilogramm organischen Düngers pro Hektar. „Aktuell liegen wir bei 125 Kilogramm. Damit haben wir hier im Landkreis keine Probleme“, betonte Ehlers. „Im kommenden Jahr bekommen wir ein neues Düngegesetz“, informierte Ehlers. „Dann verlangt der Gesetzgeber von den Landwirten für jeden Schlag eine Düngeberechnung vorzulegen.“ Mit dem neuen Gesetz steige der Dokumentationsaufwand erheblich. Aber: „Die Vorgaben sind einzuhalten. Sonst drohen Sanktionen“, mahnte Ehlers. Und fügte hinzu: „Jeder Landwirt kann seinen Beitrag leisten. Schwarze Schafe unter den Berufskollegen müssen von ihren Kollegen direkt angesprochen werden. Sonst müssen wir es dann wieder alle ausbaden.“

woe

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