Erzieherinnen aus kommunalen Kitas machen sich fit in Gebärdensprache

Mit den Händen sprechen

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Kitaleiterin Gudrun Niebuhr aus Posthausen, Fachberaterin Denise Drewes und Ausbilderin Tina de Boer (vo.v.li.) mit den Erzieherinnen, die sich in Gebärdenkommunikation mit den Kleinsten fortgebildet haben, bei der Zertifikatsübergabe vor der Kita am Bahnhof.

Ottersberg - Sprachbildung beginnt schon bei Babys. Sie sprechen mit den Händen, um ihre Wahrnehmungen und Bedürfnisse mitzuteilen. Damit die Kommunikation klappt, müssen Gebärden verstanden und erwidert werden.

Was in einer engen Eltern-Kind-Bindung meist automatisch funktioniert, ist auch im Krippen- und Kita-Alltag ein wertvolles Hilfsmittel für pädagogische Fachkräfte und ihre Schützlinge; für Erzieherinnen, die in Krippen zunehmend Kleinstkinder betreuen und in den Kita-Gruppen Kinder, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Die Gebärdensprache für die nonverbale Verständigung erlernten in einer einjährigen Fortbildung Erzieherinnen aus den drei kommunalen Ottersberger Kindertagesstätten Bahnhof, Posthausen und Quelkhorn.

Am Montagnachmittag gab’s das Zertifikat. Das in Zusammenarbeit mit der pädagogischen Bildungseinrichtung „Baby-Signal“ aus Hamburg erworbene Qualitätssiegel für die drei kommunalen Kitas ist zwei Jahre gültig und kann durch ein Auffrischungsseminar erneuert werden. In der Kita am Bahnhof trafen sich am Montag Ausbilderin Tina de Boer von „Baby-Signal“, Denise Drewes von der Fachberatung für Kindertageseinrichtungen im Landkreis Verden, die Leiterinnen der Kitas und die Absolventinnen der Langzeit-Fortbildung zur Vergabe des Qualitätssiegels.

In den Seminaren und Workshops lernten die Erzieherinnen mehr als 150 Gebärden zu diversen Themen für die eigene pädagogische Praxis sowie mehrere Lieder mit Gebärden und vertiefend das Anschauen von Büchern mit Gebärden. „Durch die Kommunikation per Gebärde werden die natürliche kindliche Sprechfreude und die Sprachentwicklung unterstützt. Erzieherinnen können Wünsche und Bedürfnisse der Kinder noch besser verstehen. Sie erfahren konkret, was das Kind denkt, sieht oder haben möchte“, so Sprachheilpädagogin Tina de Boer, „Gebärden sind auch eine Brücke zwischen verschiedenen Sprachen. Sie können daher insbesondere bei mehrsprachig aufwachsenden Kindern sinnvoll für den Spracherwerb eingesetzt werden.“ Gerade für die Arbeit mit Flüchtlingskindern sei die absolvierte Erzieherinnen-Fortbildung sinnvoll, betonte die Ausbilderin von „Baby-Signal“ – „und ganz besonders profitieren auch Kinder mit Sprech- oder Lernschwierigkeiten oder mit Handicaps davon“. Finanziell gefördert wurde die Fortbildung der kommunalen Erzieherinnen vom Landkreis.

kr

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