Erdholländer bei Aktionstag auf dem Parzival-Hof in Quelkhorn im Mittelpunkt

Geschäftiges Treiben im Schatten der Mühle

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Der Garten unterhalb der Mühle bot Besuchern Einblick in alternative Gärtnerei.

Quelkhorn - Der Parzival-Hof auf dem Quelkhorner Mühlenberg lebt und arbeitet wie eine große Familie. Immer am Pfingstmontag, wenn am Mühlentag der historische Erdholländer auf dem Mühlenberg im Mittelpunkt steht, ist der Parzival-Hof Treffpunkt einer Großfamilie, die sich ideell mit der Einrichtung für Menschen mit Behinderung verbunden fühlt.

Organisatoren, Mitarbeiter und Bewohner der Einrichtung hatten ein Großprogramm zusammengestellt, das keine Wünsche offen ließ. Leiter Stefan Bachmann begrüßte fast alle Besucher per Handschlag, die sich von dem zunächst unwirtlichen Wetter nicht beeindrucken ließen und in Scharen herbei strömten.

Offenkundig war der Gärtnereimarkt der erste Anlaufpunkt. Hobbygärtner und Balkonbesitzer deckten sich gleich zu Beginn mit Tomatenpflanzen der unterschiedlichsten Sorten, Kräutern, Kohl, Salat, Sellerie und Kohlrabi aus eigener Anzucht ein und kauften ihren Bedarf an Blühstauden, die günstig zu haben waren. „Wir arbeiten immer auf diesen Mühlentag hin und sehen zu, dass wir ein großes Angebot haben“, sagte Annika, Bewohnerin und Mitarbeiterin der Gärtnerei.

Wer wollte, durfte einen Blick in die alten Gewächshäuser auf dem Parzival-Hof werfen, in denen gerade das erste Gemüse nach Demeter-Richtlinien heranreift. Auch nach dem Aufbau des Weidenhofes, der neuen Gärtnerei der Einrichtung, werden diese Häuser immer noch genutzt und bieten unterhalb der Mühle einen urigen Anblick.

Der etwas erhöht liegende Kräutergarten, ausgestattet mit Bänken, wurde für eine kurze Rast genutzt, bei der Besucher im Kräuterduft schwelgen durften. Im Inneren der Mühle, in der nicht mehr Korn gemahlen wird, präsentierte sich ein kunterbunter Flohmarkt mit vielen Schnäppchen. Glasschälchen, Bestecke, Vasen und viele andere nützliche und schöne Utensilien aus Spenden wurden dort für kleines Geld zugunsten der Einrichtung verhökert.

Wer wollte, konnte über eine Stiege in die oberen Etagen der Mühle klettern und aus den winzigen Luken einen Blick bis weit in das Teufelsmoor hinein werfen. Viele, auch Besucher mit Kindern, ließen sich diese Gelegenheit nicht entgehen.

In der Weberei gab es jeweils zur vollen Stunde Vorführungen der Arbeit am Webstuhl. Mitarbeiterinnen dieser Werkstatt zeigten, wie mittels komplizierter Technik Stoffe entstehen, aus denen Tischwäsche und strapazierfähige Geschirrtücher genäht werden.

Das Unterhaltungsprogramm, das auch für Kinder verschiedene Attraktivitäten bot und in das die Kunst – und Lebensschule „Blaue Rose“ von Christine Winkel eingebunden war, wurde gut frequentiert. Geschickte Maskenbildnerinnen zauberten Schmetterlingsgesichter, Clowns, aber auch kleine Teufelchen auf die Stupsnasen und Grübchen der kleinen Besucher.

Verschiedene musikalische Darbietungen, darunter der Kleine Chor Fischerhude, die Gruppe „Klavigi“ mit Folklore aus aller Welt und das Tobias-Schul-Duo heimsten für ihre Einlagen viel Applaus ein.

Zahlreiche Infostände boten Einblick in die verschiedenen Gruppen des Parzival-Hofes. Ein gut sortierter Second-Hand-Markt, seit vielen Jahren von Bewohnerinnenmutter Sunhild Kufferath und fleißigen Helferinnen organisiert, verzeichnete ebenfalls gutes Publikumsinteresse. Ein schickes T-Shirt hier, ein Sommerkleid, und das alles zum Spottpreis – das machte vor allem den weiblichen Besuchern Spaß.

Das kulinarische Angebot mit warmen und kalten Speisen sowie Getränken war ebenfalls ein Highlight. Zum Mitnehmen gab es Backwaren und Honig – und wer wollte, konnte sich auch von den zubereiteten Speisen etwas für Zuhause einpacken lassen.

kr

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