Bis Ende 2015 kein Finanzierungskonzept vorgelegt / Frese richtet Bürohaus ein

Kulturzentrum: Pläne passé

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Die Vision vom Kulturzentrum ist passé: Der „Kortlang-Kasten“ wird zu einem Bürogebäude umgebaut.

Ottersberg - Das neue Jahr beginnt gleich mit einer schlechten Nachricht für Kulturschaffende und Kulturinteressierte in der Ottersberger Region: Alle Ideen, Gedankenspiele und Pläne, den sogenannten „Kortlang-Kasten“ in der Ottersberger Ortsmitte zu einem Kulturzentrum um- und auszubauen, sind Geschichte. Aus dem Gebäudekomplex will Miteigentümer Hermann Frese nun ein Bürohaus machen.

Eine Initiativgruppe von Kulturschaffenden um den Kulturvereinsvorsitzenden Jan Roosing hatte sich das ganze vergangene Jahr über intensiv mit der Idee beschäftigt, den ehemaligen Kortlang-Komplex in ein Kulturzentrum umzuwandeln, und dazu atemberaubende Pläne gezeichnet. Die Projektgruppe legte den politischen Gremien detaillierte Entwürfe vor, doch letztlich scheiterte das ambitionierte Vorhaben an der Finanzierung. Damit ist das Projekt endgültig gescheitert. „Die Idee eines Kulturzentrums ist tot“, erklärte auf Nachfrage Hermann Frese, Miteigentümer der Immobilie. Der Ottersberger Steuerberater hatte in den vergangenen Monaten das Projekt unterstützt, jedoch auch immer betont, dass ein tragfähiges Finanzierungskonzept vorliegen müsse. „Ich habe der Projektgruppe bis Ende 2015 Zeit gegeben, ein Finanzierungskonzept vorzulegen. Das ist nicht geschehen“, so Frese. Das Kulturzentrum hätte nach seinen Worten 1,1 bis 1,5 Millionen Euro gekostet. Und in dieser Summe seien Extrawünsche wie ein Dachgarten noch gar nicht berücksichtigt. Frese ergänzte: „Bei so einer Größenordnung von Investitionen müssen die Einnahmen passen. Und das passte eben nicht. Jetzt mache ich mein eigenes Ding.“

Der Steuerberater kündigte an: „Ich baue das Haus zu einem Geschäftshaus um und richte dort Büros mit Balkonen rund um das Gebäude ein. Voraussichtlich im Frühjahr oder im Sommer verschwindet die Blech-Außenfassade. Die Fassade zu verschönern, liegt mir sehr am Herzen – nicht nur mir, sondern vielen Ottersbergern.“ Im November vergangenen Jahres beauftragte Frese seinen ehemaligen Schulkameraden und jetzigen Bauingenieur Hans Hermann Bischof, einen gebürtigen Ottersberger, der seit vielen Jahren in der Nähe von Mainz wohnt, mit Vorplanungen für das Bauprojekt. Derzeit bereitet der Planer die Unterlagen für den Antrag auf eine Baugenehmigung vor, wobei er allerdings gerade auf ein Hindernis trifft. „Die statischen Unterlagen für das Gebäude sind nicht auffindbar. Auch der Landkreis hat sie nicht. Aber irgendwo werden sie liegen“, meint Frese.

woe

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