Wirtschaftsprüfer bescheinigen E-Werk eine makellose Jahresbilanz 2019

„Eine wirklich gute Entwicklung“

Baustelle Otterbad: Die Dach- und Fassadensanierung läuft auf Hochtouren.
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Baustelle Otterbad: Die Dach- und Fassadensanierung läuft auf Hochtouren.

Ottersberg – Wäre das gemeindeeigene Ottersberger Elektrizitäts-Werk eine Aktiengesellschaft – Dr. Dieter Göken hätte bestimmt schon in Anteile investiert. Hörbar begeistert sprach der Wirtschaftsprüfer in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates über den Jahresabschluss 2019 des E-Werks, stellte dem Kommunalparlament die von seinem Büro geprüfte und für makellos befundene Bilanz vor und äußerte sich voll des Lobes über Finanzstruktur und Betriebsführung des kommunalen Stromversorgers. Einen Überschuss von 461 000 Euro erwirtschaftete das E-Werk im Vorjahr.

Neben dem positiven Geschäftsverlauf 2019 attestiert Gökens Wirtschaftsprüfungsgesellschaft dem E-Werk unter Leitung von Helge Dannat „eine wirklich gute Entwicklung“, wie Dieter Göken betonte. Schwarze Zahlen zu präsentieren, sei keine Selbstverständlichkeit – vor allem angesichts der Tatsache, dass das Elektrizitäts-Werk mit dem Otterbad einen grundsätzlich defizitären Betriebsteil unterhalte, dessen Verluste über den Stromverkauf kompensiert werden müssten und auch könnten.

Während das Hallenbad 2019 mit einem Defizit von rund 350 000 Euro zu Buche schlug, erzielte das E-Werk in den Bereichen Stromnetz, Erzeugung, Blockheizkraftwerk, Breitband und Handel positive Betriebsergebnisse. Nach Angaben von Werksleiter Helge Dannat stiegen die Umsatzerlöse gegenüber 2018 um 3,5 Prozent.

Als einziges erkennbares Unternehmensrisiko wurde im vergangenen Jahr das sanierungsbedürftige Otterbad bewertet, das sich mittlerweile in der lange geplanten energetischen und besucherfreundlichen baulichen Erneuerung befindet. Als neues Risiko wurde inzwischen die Corona-Pandemie erkannt – was jedoch von der Werksleitung „aktiv gemanagt“ werde, wie Wirtschaftsprüfer Göken zufrieden feststellte. Erwähnenswert fand er zudem, dass der Ottersberger Energieversorger nach Erwerb von Anteilen der Stadtwerke Achim erstmals von deren Gewinnausschüttung profitiert habe. Den Schuldenstand trotz Investitionen auf sechs Millionen Euro gesenkt, eine Million Euro Guthaben und ordentlich Eigenkapital in der Hinterhand – „das ist eine sehr gesunde Vermögensstruktur“, bescheinigte Prüfer Göken dem E-Werk.

„Wir sind sehr froh, dass wir Herrn Dannat haben“, kommentierte Ratsvorsitzende Erika Janzon (Grüne) den Lagebericht. Die politische Wertschätzung des E-Werksleiters und seiner Arbeit untermauerte der Gemeinderat anschließend mit dem einstimmigen Beschluss, Helge Dannat für das Geschäftsjahr 2019 auf Grundlage des geprüften Jahresabschlusses Entlastung zu erteilen.

Für 2021 rechnet Dannat dem vorgelegten Wirtschaftsplan zufolge bei einem Volumen von knapp 11,8 Millionen Euro mit einem Jahresgewinn von etwa 33 000 Euro. Wie schon für dieses sind auch fürs kommende Jahr Einnahmeausfälle in Höhe von 100 000 Euro beim erst pandemie- und jetzt auch sanierungsbedingt geschlossenen Otterbad eingeplant. Für die Sanierung des Hallenbads stehen insgesamt 2,9 Millionen Euro im Investitionsetat. Dannat hofft, dass der Badebetrieb Mitte 2021 nach erfolgreicher Sanierung sowie Eindämmung der Corona-Pandemie „ohne besondere Auflagen wieder aufgenommen werden kann“.

Was mögliche Einnahmeausfälle und Mengenrückgänge im Strombereich betrifft, etwa durch coronabedingte Insolvenzen, so sind diese für das E-Werk nach Dannats Worten derzeit „nur schwer prognostizierbar“.

Von Petra Holthusen

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