Ehrenamtliche verkaufen Karten zugunsten von Unicef / Sonntag in Fischerhude

„U.Do Fröhliche“ als Zugabe

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Heide Sonnenberg (l.) und Brunhilde Warneke engagieren sich für Unicef.

Posthausen - Ein großes Herz, manchmal aber auch verdammt kalte Füße haben die rund 35 ehrenamtlichen Frauen, die seit dem 19. November auf dem Weihnachtsmarkt der Firma Dodenhof Karten für Unicef verkaufen. Am dritten Advent werden sie die farbenfrohen Grüße zudem auf dem Weihnachtsmarkt in Fischerhude anbieten. Rocklegende Udo Lindenberg wird zwar nicht vor Ort sein, aber auch er unterstützt die Hilfsaktion.

Mit dem Kauf der Weihnachtskarten werden die Kinder unterstützt, die nicht so viel Glück haben. „Und gerade in diesem Winter ist die Not vieler Kinder besonders groß, sei es im Nordirak oder Syrien“, weiß Heike Precht, Leiterin der Aktionen im Landkreis Verden.

Seit vielen Jahren werden in der Vorweihnachtszeit auf Märkten und Basaren die Weihnachtskarten verkauft. Fünf Wochen stehen die Frauen im Rahmen eines gut organisierten Schichtdienstes während der Öffnungszeiten des Kaufhauses auf dem Markt. Wenn es sein muss, sogar bis Mitternacht. Die damit erzielten Einnahmen sind für Unicef besonders wertvoll, denn sie sind an keinen Zweck gebunden und können so flexibel eingesetzt werden.

„Die Gelder sind frei verfügbar und ermöglichen es der Zentrale in New York bei Katastrophen sofort zu reagieren“, erklärt Birgit Lange-Ebeling von der Unicef-Arbeitsgruppe in Bremen. Im Gegensatz dazu würden Spenden für ein spezielles Projekt auch ausschließlich dafür verwendet. 70 Prozent beträgt der Spendenanteil jeder Karte, der Rest deckt die Kosten für Herstellung und Vertrieb.

Unter den Szenen festlicher Adventsmärkte, Weihnachtsornamenten und Winterbildern sticht ein Motiv hervor. Es zeigt Udo Lindenberg, der mit einem Weihnachtsbaum im Arm rockt. Der Hamburger Musiker unterstützt mit den von ihm entworfenen Karten unter dem Motto „U.Do Fröhliche“ schon seit Jahren das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen. Die Karte ist unverkäuflich, es gibt sie beim Kauf von zwei Kartenpaketen dazu.

Heide Sonnenberg und Brunhilde Warneke weisen gerne darauf hin. Die beiden Frauen gehören zu den Ehrenamtlichen der Aktion in Posthausen. Die Kälte tut ihrer guten Laune keinen Abbruch. „Wir machen es uns hier nett, auch wenn man die Füße schon mal vor den wärmenden Ofen halten muss“, so die Achimerinnen.

Heide Sonnenberg ist schon seit vielen Jahren dabei. „Es geht mir gut und davon möchte ich etwas zurückgeben“, erklärt sie. Ihrer Freundin Brunhilde Warneke hat das Ehrenamt nach dem Tod ihres Mannes neuen Mut und Kraft gegeben. „Es ist schön, etwas Gutes zu tun“, sagt die 77-Jährige. Und das tun sie und ihre Mitstreiterinnen noch bis zum Geschäftsschluss an Heiligabend. Weihnachtskarten will dann wohl keiner mehr, aber vielleicht Präsentanhänger oder Kalender als Last-Minute-Geschenk.

wb

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