DRK Ottersberg stellt Weichen für die Zukunft

Mehr zu tun im Katastrophenschutz

Menschen, die seit vielen Jahren für andere im Einsatz sind, wurden in der Mitgliederversammlung des DRK Ottersberg gewürdigt
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Menschen, die seit vielen Jahren für andere im Einsatz sind, wurden in der Mitgliederversammlung des DRK Ottersberg gewürdigt – darunter Heinz-Günther Speckmann (5.v.l.), der die Auszeichnung vom Ortsvereinsvorsitzenden Stefan Asendorf entgegennahm.

Ottersberg – Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Ottersberg stellt die Weichen für die Zukunft. In der Jahreshauptversammlung des Ortsvereins beschlossen die Mitglieder einstimmig, die Verschmelzung mit dem DRK-Ortsverein Fischerhude voranzutreiben. Die Bündelung der Kräfte soll der Stärkung des Roten Kreuzes im gesamten Flecken dienen, so betonten die Verantwortlichen in der Versammlung.

Die fand vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie ausnahmsweise in den Garagen des Ottersberger DRK-Heims statt, und alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer unterzogen sich vor Beginn einem Corona-Schnelltest.

Stolz sind die Ottersberger Rotkreuzler auf ihre große Sanitätsbereitschaft mit 81 Aktiven und 391 fördernden Mitgliedern. Angesichts der steigenden Zahl der Aktiven und der wachsenden Zahl von Aufgaben denkt der Vorstand des Ortsvereins derzeit in Abstimmung mit der Gemeinde über den weiteren Ausbau des Standorts hinter dem Rathaus an der Grünen Straße nach – auch weil das DRK hier in den kommenden Monaten weitere Einsatzfahrzeuge unterbringen muss.

In den Jahresberichten des Vorsitzenden Stefan Asendorf und seines Stellvertreters Stefan Grund nahmen die Corona-Schnelltestzentren breiten Raum ein. Drei dieser Zentren haben die Rotkreuzler für die Bevölkerung eingerichtet: im Ottersberger DRK-Heim, im früheren Schützenhaus in Oyten und beim Shoppingcenter Dodenhof in Posthausen. Durch den Betrieb der Testzentren seit dem Frühjahr hat das DRK nach eigenen Angaben 50 weitere Ehrenamtliche in seinen Reihen gewonnen, die sich teils auch eine weitere Mitarbeit vorstellen können.

Durch die Corona-Pandemie entfielen über viele Monate die Ausbildungs- und Sanitätsdienste. Die Pause nutzte der Vorstand, um Fördergelder bei Stiftungen und beim Flecken Ottersberg einzuwerben, um das Mobiliar des Schulungsraumes zu erneuern und mit einem Whiteboard und weiterer Ausstattung den Schulungsbetrieb für die Zukunft zu optimieren. „Die Möbel sind bestellt. Jetzt wollen wir zeitnah das DRK-Heim renovieren, damit wir 2022 mit einem erneuerten, multifunktionalen Schulungsraum starten können“, sagte Stefan Asendorf.

Neben den akquirierten Fördergeldern in Höhe von 30 000 Euro hatte der DRK-Ortsverein noch mächtig Glück und gewann bei einer Verlosung der Volksbank Wümme-Wieste einen „VW Up!“ im Wert von 13 000 Euro als flexibles Dienstfahrzeug.

Durch die Beschränkungen in der Pandemie, aber teils auch aus Altersgründen, sind vor Ort der Blutspendedienst, der Besuchsdienst und der Demenzgesprächskreis eingebrochen. Für diese drei Bereiche suchen die DRK-Verantwortlichen jetzt engagierte Menschen. Aufgabe sei es nun, frühere Helferinnen und Helfer zu reaktivieren, aber auch neue Ehrenamtliche zu motivieren.

Finanziell steht der DRK-Ortsverein solide da. Das berichtete Schatzmeisterin Sarah Schiffers. Der angebotene Einkaufsservice während der Pandemie sei jedoch eher verhalten angenommen worden, sagte Schiffers zudem.

Auch wenn in Corona-Zeiten nur wenig lief, so rückten die Sanitäter doch zu 127 Einsätzen aus. „2020 und 2021 stand besonders der Katastrophenschutz mit dem Aufbau von Hygieneschleusen sowie dem Einsatz von Helfern im Flutkatastrophengebiet in Ahrweiler im Mittelpunkt“, sagte Stefan Grund.

„Was uns freut, ist die Tatsache, dass immer mehr junge Menschen zu uns kommen, weil sie entweder an einem Projekt arbeiten oder helfen möchten. Da die Aufgaben in Zukunft mehr werden, müssen wir uns als DRK auf die nächsten Jahre vorbereiten“, betonte Stefan Asendorf.  

Tobias Woelki

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