„Dritte Brücke, die uns nach 15 Jahren um die Ohren fliegt“

Morsche Brücke über Wümme-Mittelarm südlich von Fischerhude gesperrt

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Wegen Baufälligkeit komplett gesperrt wurde die Brücke über den Wümme-Mittelarm am landwirtschaftlichen Parallelweg zur K 2. Die Sanierung hat die Gemeinde für Ende Februar/Anfang März in Planung – geschätzte Kosten: rund 40 000 Euro.

Fischerhude - Wenn der Flecken Ottersberg mit etwas reichlich gesegnet ist, dann sind es Fließgewässer – und ihre dazugehörigen Brückenbauwerke. Um die 60 Brücken überspannen nach Angaben von Bauamtsleiter Ralf Schack die Wümme, Wieste, Walle & Co. im Flecken.

Da kommt keine Langeweile auf bei der baulichen Unterhaltung, für die samt und sonders die Gemeinde zuständig ist. Richtig Maleschen hat die Bauverwaltung nun mit den Holzbrücken im früheren Flurbereinigungsgebiet in Fischerhude – denn deren Lebensdauer ist offensichtlich auf 15 Jahre begrenzt. Wegen Baufälligkeit komplett gesperrt wurde jetzt die Brücke über den Wümme-Mittelarm südlich der Fischerhuder Ortslage und westlich der Kreisstraße 2 Richtung Backsberg. „Das ist die dritte Brücke, die uns nach 15 Jahren um die Ohren fliegt“, so Schack.

Zwar wird diese Brücke an einem landwirtschaftlichen Parallelweg zur K 2 in den Wümmewiesen auch von Radfahrern und Spaziergängern genutzt – gebaut wurde sie jedoch im Zuge der Flurbereinigung vor 15 Jahren für den landwirtschaftlichen Schwerlastverkehr. Ausgelegt ist das Bauwerk auf eine Traglast von bis zu 40 Tonnen. Für den öffentlichen Fahrzeugverkehr ist diese Verbindung ohnehin gesperrt, so dass der vorübergehende Ausfall der Brücke als Verkehrsweg vor allem die Landwirte betrifft. Alle landwirtschaftlichen Flächen sind nach Worten von Schack aber dennoch erreichbar – „nur eben vermehrt über die Kreisstraße und andere Abzweigungen“.

Insgesamt zehn Eichenholzbrücken werden saniert

Nachdem die Gemeindeverwaltung den baufälligen Zustand festgestellt hatte, wurde zunächst versucht, zu improvisieren und das Bauwerk so zu sichern, dass es befahrbar bleibt. „Aber das war statisch nicht zu verantworten“, sagt der Bauamtsleiter. Das Risiko, dass die Brücke unter einem schweren Fahrzeug einbricht, war zu groß – die Verwaltung entschied sich für eine komplette Sperrung. Nun wird die Sanierung geplant. Der Unterbau aus Beton kann bleiben, aber „der komplette Oberbau aus Eichenholz muss neu“, so Schack.

Nach 15 Jahren morsch: der Holzaufbau der landwirtschaftlich genutzten Brücke über den Wümme-Mittelarm südlich Fischerhudes.

Den Auftrag will die Gemeinde an eine Fachfirma vergeben. Schack hofft, dass sich die Sanierung Ende Februar/Anfang März realisieren lässt; die Kosten schätzt er auf „um die 40.000 Euro“. Mit dem kommunalen Bauhof selbst Hand anlegen – wie bei der Erneuerung der Fischerhuder Wümmebrücke Richtung Hodenberger Deich – könne die Gemeinde bei der Schwerlastbrücke über den Mittelarm jedenfalls nicht.

Die dritte Holzbrücke, die zur Sanierung ansteht, ist dann laut Schack die am Hexenberg in Ebbensiek. Insgesamt zehn Eichenholzbrücken werden so in dem Gebiet „nach und nach fällig“. Damit die Brücken in die Wümmewiesen-Landschaft passten, habe man sich damals für die Beton-Holz-Kombination entschieden, erinnert sich Schack. Dass der Oberbau aus Eichenholz allerdings schon nach 15 Jahren erneuert werden müsse, sei eigentlich so nicht geplant gewesen.

pee

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