Feuerwehren simulieren Brandbekämpfung und Menschenrettung in Betriebshalle

Dramatische Szenen nur Übung

Mit vereinten Kräften wurde an und in dem Firmenkomplex der Ernstfall geprobt.

Otterberg - Schreie drangen aus einer der Betriebshallen. Und ließen dramatische Situationen im Inneren der Halle für die Einsatzkräfte erahnen.

Was sich so erschreckend anhörte, war allerdings nur eine Feuerwehrübung am Samstagnachmittag auf dem Gelände der Firma Holz Peper im Ortsteil Bahnhof, ausgearbeitet und vor Ort geleitet durch den stellvertretenden Ortsbrandmeister Markus Witkowski, der den erkrankten Ortsbrandmeister Helmut Frank vertrat.

Um 16.26 Uhr löste die Rettungsleitstelle Feueralarm aus. Minuten später trafen die Ottersberger Brandschützer als die ersten Einsatzkräfte am Einsatzort ein, bekamen das Übungsszenario und die Aufgaben erklärt. In kurzen zeitlichen Abständen eilten die Ortsfeuerwehren aus Posthausen, Otterstedt und der befreundete Ortsfeuerwehr Winkeldorf aus dem Nachbarlandkreis Rotenburg herbei. Während die Ottersberger Kameraden mit dem ersten Löschangriff den Brand bekämpften und schweres Atemgerät anlegten, bauten die nachfolgenden Ortsfeuerwehren die Wasserversorgung über lange Wegstrecken auf und unterstützten die Ottersberger Helfer bei der Brandbekämpfung und der Bergung von zwei Betriebsangehörigen, die als vermisst galten und durch zwei Rettungspuppen dargestellt wurden. Den Übungsablauf beobachteten Gemeindebrandmeister Thomas Schepelmann und der Fischerhuder Ortsbrandmeister Ralf Peper. In der mit drei Nebelmaschinen verräucherten Betriebshalle suchten die Helfer nach den beiden „Vermissten“. Witkowski: „Es war so nebelig, dass man nichts sah. Die Helfer mussten sich also vorsichtig bewegen. Wir setzten zudem akustische Hilfsmittel wie Schreie oder Brenngeräusche als psychische Komponente ein, um das Szenario möglichst realistisch darzustellen.“

Auch das DRK Ottersberg mit einem Rettungswagen und drei Helfern beteiligte sich an der Übung, die um 17.59 Uhr beendet war. „Insgesamt waren 50 Helfer im Einsatz“, erklärte Witkowski Und: „Wir pflegen freudschaftliche Verbindungen mit der Ortsfeuerwehr Winkeldorf. Im März übten wir in Winkeldorf, jetzt kamen sie uns.“ Witkowski erklärte: „Zum Abschluss der Übung mussten die Atemschutzgeräteträger zwei Gabelstapler aus der Halle bringen. Mit dem Szenario übten wir die Menschenrettung unter erschwerten Bedingungen, die Zusammenarbeit mit mehreren Ortswehren und den Aufbau einer Wasserversorgung über lange Wegstrecken. Insgesamt ist die Übung gut gelaufen.“ - woe

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