In diesem Jahr wird sie 50

Neujahrsempfang des Fördervereins der Freiwilligen Ortsfeuerwehr Ottersberg

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Im Vordergrund Mitglieder der Ottersberger Kinder- und Jugendfeuerwehr, die, so hoffen es Ortsbrandmeister Markus Witkowski und Ortsbürgermeister Reiner Schnäpp, alle früher oder später in die Einsatzgruppen wechseln.  

Ottersberg  - Ganz im Zeichen der Jugendfeuerwehr stand der Neujahrsempfang, den der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Ottersberg gestern Mittag im Ratssaal ausrichtete. Denn die Jugendfeuerwehr ist nicht nur aus den Kinderschuhen heraus und dem Teenager-Alter entschlüpft, sondern steuert einem Alter der reifen Jugend entgegen. Schließlich besteht die Jugendfeuerwehr Ottersberg in diesem Jahr 50 Jahre lang.

Das ist natürlich ein Grund zum Feiern, hoben Fördervereinsvorsitzende Ute Witkowski und ihr Ehemann Markus Witkowski, Ortsbrandmeister der Ortsfeuerwehr, bei der Begrüßung vor mehr als 100 Gästen aus Vereinen, Politik, Wirtschaft und Kultur hervor. Denn auf ihre beiden Nachwuchsabteilungen, der Jugendfeuerwehr und der Kinderfeuerwehr als jüngstem Spross in der Familie der Ortsfeuerwehr, ist die Freiwillige Feuerwehr Ottersberg zu Recht stolz.

Wie in den Vorjahren präsentierte der Förderverein als Gastgeber ein unterhaltsames Programm mit Darbietungen der Jugendfeuerwehr und zum Abschluss dem Auftritt der Montagsturner des TSV Ottersberg, die sich mit Grußworten abwechselten. Ernst Peymann moderierte das Programm und garnierte seine Anmoderationen mit Erinnerungen an kuriose und dramatische Einsätze der Ortsfeuerwehr in den vergangenen Jahrzehnten wie den beiden entlaufenen Ziegen aus Otterstedt, die im Rathausgarten naschten und kurzfristig im Feuerwehrhaus untergebracht wurden. Er ließ den Einsatz in einer Zahnarztpraxis lebendig werden, in der der gesamte Keller abgesoffen und das Wasser bis zum Kellereingang stand. Das Publikum schmunzelte über das Pärchen, das ein Schäferstündchen im Wagen in den Wümmewiesen genießen wollte, leicht bekleidet vor einer Polizeistreife flüchtete, durch den Ort brauste und in einer Scheune an der Langen Straße zum Stehen kam.

Der Gastgeber, der Förderverein der Freiwilligen Ortsfeuerwehr Ottersberg, hat ein unterhaltsames Programm vorbereitet, und für ihren Auftritt bekommt die Kinder- und Jugendfeuerwehr kräftigen Applaus.

Für den kulturellen Farbtupfer sorgte Ihno Folkerts mit seiner Violine, der Klassiker spielte und Texte von Erich Kästner und Heinz Erhardt rezitierte. Der stellvertretende Bürgermeister Tim Weber, inzwischen nun stolzer Großvater, erklärte: „Wir leben in politisch unruhigen Zeiten. Wir sehen, dass Demokratie nicht überall selbstverständlich ist, wir aber in einer stabile Demokratie leben. Es geht weiter, auch wenn wir momentan keine Bundesregierung haben.“ So dankte Weber der Ortsfeuerwehr für ihren Einsatz. Ortsbürgermeister Reiner Schnäpp betonte: „Unsere Ortsfeuerwehr funktioniert, auch wenn sie Höhen und Tiefen in den vergangenen Jahren durchlebte. Ich wünsche mir, dass alle Jugendlichen, wenn es soweit ist, in die Einsatzgruppen wechseln.“ Landrat Peter Bohlmann merkte an: „Die Aufgaben einer Feuerwehr wachsen, die Herausforderungen werden immer mehr. So nimmt die Zahl der Sturmschäden zu. Dank unserer 60 Ortsfeuerwehren können diese Schäden schnell entfernt werden.“

Ortsbrandmeister Markus Witkowski erinnerte an das Einsatzgeschehen im vergangenen Jahr. Die Feuerwehrleute rückten zu 22 Bränden und 42 technischen Hilfeleistungen aus, und die 35 Aktiven, 20 Jugendlichen in der Jugendfeuerwehr und 24 Kinder in der Kinderfeuerwehr leisteten 12 295 Stunden Dienst. Der Feuerwachenchef hat nachgerechnet: „Das sind an 201 Tagen zwei Stunden Dienst für die Allgemeinheit. Ein Helfer jedoch übertraf die Stundenzahl bei weitem: Kai Johannsen leistete mehr als 800 Stunden, und daher haben wir ihn zum Feuerwehrmann des Jahres ernannt.“ Dennoch: Witkowski sorgt sich über die Zahl der Aktiven. „Wir setzen hier auf unseren Nachwuchs“, sagte er.  

 woe

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