Heimatverein Posthausen plant Ausstellung über Besiedlungsgeschichte / Wer will mithelfen?

Das Tor zum Moor

Reiner Sterna, Ortsbürgermeister und Vorsitzender des Heimatvereins Posthausen, sucht Mitwirkende für eine geplante Ausstellung zum Thema Moorbesiedlung, die an dieser Stelle neben der Remise ihren Platz finden könnte.
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Reiner Sterna, Ortsbürgermeister und Vorsitzender des Heimatvereins Posthausen, sucht Mitwirkende für eine geplante Ausstellung zum Thema Moorbesiedlung, die an dieser Stelle neben der Remise ihren Platz finden könnte.

Posthausen – „Das Tor zum Moor“ – unter diesem Titel plant der Heimatverein Posthausen auf einer Fläche beim Heimathaus an der Schulstraße 9 eine kleine Ausstellung zur Moorbesiedlung. „Beginnend mit einer Infotafel wollen wir einen touristischen Anlaufpunkt für Wanderer und Radtouristen starten“, sagt der Ortsbürgermeister und Vorsitzende des Heimatvereins Reiner Sterna.

„Vielleicht könnte es sogar ein kleiner neuer Dorfmittelpunkt werden.“ Anlass zu diesen Überlegungen bot 2020 der 300. Geburtstag des Moorbesiedlers Jürgen Christian Findorff. Mitstreiter für das Projekt sind Sterna zufolge gern gesehen.

„Wir wollen die Geschichte des Dorfes festhalten und ein bisschen aufbereiten. Wie sind die Dörfer Posthausen und umzu entstanden und wie sahen sie früher aus? Diese Information wollen wir auf Plakate bringen“, erläutert Sterna. Ergänzend zu den Informationen auf der Schautafel kann sich Sterna einen kleinen Wanderweg durchs Dorf vorstellen, etwa vom Heimathaus zur Lukaskirche und/oder zum Rhododendronpark. Die neuen Sitzgruppen aus Massivholz, die der Heimatverein letztes Jahr aufgestellt hat, bieten zudem einen Platz zum Verweilen vor dem Heimathaus. Ideal für Veranstaltungen wie etwa das Butterkuchenfest, das stets viele Besucher anzog. Wenn es nach dem Corona-Lockdown wieder möglich ist, will der Heimatverein seine Pforten zwischen Mai und Oktober wieder öffnen sowie ab und zu Kaffee und Kuchen anbieten. „Wenn ich irgendwo zum Kaffeetrinken gehe, möchte ich die Kalorien auch wieder etwas abbauen und ein Stück spazieren gehen“, sagt Sterna.

Das Projekt, das sich noch im Anfangsstadium befindet, könne auch um naturpädagogische Elemente erweitert werden. Da treffe sich die Nähe zu Kita und Grundschule gut, findet Reiner Sterna. „Ich habe schon Kontakt mit dem BUND aufgenommen.“ Und wenn das Feuerwehrhaus auf der anderen Straßenseite fertiggestellt ist, wären auch hier Kooperationen denkbar.

Sterna hat für die Ausstellung schon eine Fachfirma mit der Herstellung der Holz-Aufsteller beauftragt. „Eigentlich wollten wir uns die Aufsteller von Azubis der Berufsbildenden Schulen in Verden schreinern lassen. Aber da hat Corona uns einen Strich durch die Rechnung gemacht.“

Jetzt geht es in erster Linie darum, Texte und Bilder herauszusuchen und zusammenzustellen. Quellen, über die der Heimatverein verfügt, sind unter anderem der Bildband „Das Hellweger Moor in alten Ansichten“ (1991) von Karl-Heinz Otten in Kooperation mit dem Heimatverein, der den Band auch herausgegeben hat, oder der Band „Das Hellweger Moor“ (1991, siehe Kasten oben).

Darüber hinaus sei es interessant, von Personen zu hören, deren Familie etwas mit der Moorbesiedlung verbindet. „Ich habe noch einen Bezug zur Moorbesiedlung aus Erzählungen meiner Großeltern. Meine Kinder nicht“, erzählt Sterna, der allerdings selbst in Badenermoor aufwuchs. In dem Achimer Ortsteil gibt es übrigens schon eine Infotafel mit historischer Landkarte und alten Dorfansichten, gestiftet vom Heimatverein Achim. Etwas Ähnliches könnte sich Reiner Sterna auch am Posthausener Heimathaus vorstellen. Auf dem Speicher des Heimathauses befindet sich bereits ein kleines Museum der Landwirtschaft zu Urgroßmutters Zeiten. Alte landwirtschaftliche Geräte schlummern zudem auf dem Außengelände. Sterna schwebt vor, diese gut sichtbar neben der Schautafel auszustellen.

Der Vereinsvorsitzende freut sich auch über technisch versierte Mitstreiter freuen, die dem Verein mit einem Internetauftritt mehr Außenwirkung verschaffen könnten. Wer zwar nicht Mitarbeit, aber dafür alte Dokumente oder Bild-Material zum Thema beisteuern kann, ist ebenfalls willkommen. „Einmal haben wir aus einem Nachlass Dias bekommen und sie mit dem Heimatverein zusammen angeschaut. Die Menschen kommen sofort ins Erzählen.“

Kontakt

Reiner Sterna ist erreichbar per Telefon 0171/5440064 oder E-Mail: reiner.sterna@t-online.de.

Von Lisa Duncan

Gastwirtschaft Eggers in Grasdorf, um 1930: Dieses Bild stammt aus dem Band „Das Hellweger Moor in alten Ansichten“.

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