Dank für gelebte Nächstenliebe

Hospizhilfe Ottersberg feiert 15-jähriges Bestehen

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Christoph Gilsbach stellte in seinem mimischen Spiel bei der Hospizhilfe Leben und Tod dicht zueinander

Ottersberg - Seit 15 Jahren gibt es in Ottersberg die Hospizhilfe. Kein offizielles Jubiläum, aber dennoch am Sonnabend Grund genug, das langjährige Bestehen mit einem Fest zu würdigen.

Marianne Uphues, erste Vorsitzende, begrüßte zahlreiche Ehrengäste, Mitbegründer und Wegbegleiter und noch mehr Ottersberger im Gemeindesaal. Großer Dank und Anerkennung, verbunden mit Blumen wurde dabei Rosemarie Dzubiella zuteil. Sie hat als Gründerin und Ideengeberin maßgeblichen Anteil, dass sich der Verein aus kleinen Anfängen zu dem entwickelte, was er heute ist.

Besonderer Dank ging auch an Angelika Pohlmann, die als Geschäftsführerin als unermüdlicher Motor dafür sorgt, dass die Vereinsgeschicke reibungslos laufen.

Bürgermeister Horst Hofmann würdigte in seinen Grußworten die ehrenamtliche Arbeit der Vereinsmitglieder als gelebte Nächstenliebe und hob den hohen gesellschaftlichen Stellenwert des Vereins hervor.

Helmut Prossner, stellvertretender Landrat, überbrachte die Glückwünsche des Landkreises. Auch er wandte sich speziell an Rosemarie Dzubiella, die mit ihrem Engagement vor 15 Jahren dafür gesorgt hatte, dass es nicht nur bei der Initiative für die Hospizhilfe geblieben war. Ihm folgten Hermann Bass, ehrenamtlicher Hospizhelfer in Ausbildung, Thomas Demele von der Christengemeinschaft und schließlich Gert Klaus vom Hospiz- und Palliativverband Niedersachsen aus Celle, die in ihren mehr oder weniger ausführlichen Grußworten die Bedeutung des Vereins für das soziale Gefüge hervorhoben.

„Niemand will mit Schmerzen sterben“

Marianne Uphues wandte sich dem Thema Sterben zu, das im realen Leben oft der Verdrängung unterworfen sei. Wunsch und Vorstellung der Menschen, wie und wann sie die Welt verlassen wollten, seien unterschiedlich. „Niemand will mit Schmerzen sterben und das muß heute auch nicht mehr sein. Die meisten Menschen wollen im Kreise ihrer Familie sterben. Leider ist das nur etwa zehn Prozent der Sterbenden vergönnt. Das liegt an der mangelnden Vorbereitung und das sich Kümmern um die letzte Hilfe“, sagte Marianne Uphues.

Sie stellte die Idee des „Letzte-Hilfe-Hauses“ vor, dass in der Palliativ-Aktion ein wegweisender Schritt sein könnte. Natürlich sei ein solches Projekt mit viel Geld als Investition verbunden. Es würde aber für die Menschen, die ihren letzten Weg beschreiten müssen, einen Ort der Ruhe und Würde bedeuten und einen wegweisender Schritt in der Palliativbegleitung sein.

In einem Haus der Letzten Hilfe könnte Sterbebegleitung auch über einen längeren Zeitraum stattfinden und den Menschen die Angst vor Vereinsamung, Entmündigung oder Manipulation nehmen „Wir hoffen, dass wir dieses Projekt realisieren können und bitten um Mithilfe zur Umsetzung.“

Ein Höhepunkt des Festprogramms war der Auftritt von Christoph Gilsbach, der mit einem mimischen Schauspiel eine lebendige Begegnung mit dem Tod darstellte. Der Schauspieler, der sehr engagiert in der Palliativbewegung unterwegs ist, begeisterte mit verschiedenen Szenen, wobei humorvolle Anklänge der Begegnung mit dem Tod den Schrecken nahmen.  

kr

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