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Damit aus Kitzen Rehe werden

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Von: Petra Holthusen

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Die Drohnenpiloten Rainer Behrens und Werner Barz (v.l.) nahmen zusammen mit Sarah Meyer von Axel Ziehlke die beiden Wagen in Empfang, die das Autohaus Brunkhorst aus Hetzwege der Fischerhuder Rehkitzrettung als Einsatzfahrzeuge zur Verfügung stellt.
Die Drohnenpiloten Rainer Behrens und Werner Barz (v.l.) nahmen zusammen mit Sarah Meyer von Axel Ziehlke die beiden Wagen in Empfang, die das Autohaus Brunkhorst aus Hetzwege der Fischerhuder Rehkitzrettung als Einsatzfahrzeuge zur Verfügung stellt. © privat

Fischerhude – Damit aus Kitzen Rehe werden: 270 Tierkinder haben die freiwilligen Helfer des Vereins Rehkitzrettung Fischerhude mithilfe ihrer Drohnentechnik voriges Jahr vor Verstümmelung und Tod im Schneidwerk eines Mähdreschers bewahrt. Diese Woche sind die Rehkitzretter um die Vorsitzende Sarah Meyer in ihre vierte Saison gestartet.

Bis in den Juli hinein werden die Helferteams an Mähtagen wieder frühmorgens im Einsatz sein, um die von den Landwirten angemeldeten Wiesen vor der Mahd nach versteckten Kitzen abzusuchen. Die Tiere werden mithilfe der an Drohnen befestigten Wärmebildkameras aus der Luft aufgespürt, an Ort und Stelle mit umgestülpten Wäschekörben und Fahnenstangen gesichert oder, wenn sie schon größer sind, vorübergehend vertrieben. Per Funk lotsen die Drohnenpiloten die Rettungsteams durchs hohe Gras zu den georteten Jungtieren. Die Freiwilligen investieren viel Zeit und Herzblut, um möglichst viele Rehkitze vor dem Mähtod zu beschützen.

Großzügige Spenden von Privatleuten und Unternehmen sowie Fördergelder ermöglichten es dem Verein, sein Equipment mit der Zeit auf vier Drohnen plus Kameras zu erweitern und die Technik stetig zu verbessern. Ohne die freiwilligen Helfer im Team „würde uns die ganze Technik jedoch nichts nützen“, betont Sarah Meyer. Mit Rainer Behrens und Petra Borchert haben sich zwei Helfer gerade zu Drohnenpiloten fortgebildet.

Weitere Unterstützer sind in den Rettungsteams willkommen: „Im Helferkreis können wir immer neue Leute gebrauchen, weil die Spontaneität der Einsätze, kombiniert mit der frühen Startzeit, es manchmal schwierig macht, die Teams zusammenzustellen“, erklärt Sarah Meyer. Für Menschen, die über ein Engagement bei der Rehkitzrettung nachdenken, veranstaltet der Verein an diesem Samstag einen Informationsnachmittag.

Infotreffen für angehende Helfer

Am Samstag, 23. April, veranstaltet die Rehkitzrettung um 15 Uhr auf dem Hof Meyer, In der Bredenau 101 in Fischerhude, ein Informationstreffen, um Helfern und solchen, die es werden wollen, die Drohnen- und Wärmebildtechnik sowie das Funksystem anschaulich zu erklären. Wer überlegt, ins Helferteam zu kommen, ist eingeladen. Nähere Informationen und Kontaktmöglichkeiten finden sich unter www.rehkitzrettung-fischerhude.de.

Unterstützung erfahren die Rehkitzretter auch in diesem Jahr wieder vom Autohaus Brunkhorst in Hetzwege, das dem Verein für die ganze Saison erneut zwei Einsatzfahrzeuge zum Transport von Helfern und Equipment zur Verfügung gestellt hat.

Gerettet: 270 Tierkinder haben die freiwilligen Helfer des Vereins Rehkitzrettung Fischerhude im vorigen Jahr mithilfe ihrer Drohnentechnik vor Verstümmelung und Tod im Schneidwerk eines Mähdreschers bewahrt. Jetzt sind die Tierschützer in ihre vierte Saison gestartet.
Gerettet: 270 Tierkinder haben die freiwilligen Helfer des Vereins Rehkitzrettung Fischerhude im vorigen Jahr mithilfe ihrer Drohnentechnik vor Verstümmelung und Tod im Schneidwerk eines Mähdreschers bewahrt. Jetzt sind die Tierschützer in ihre vierte Saison gestartet. © privat

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