Ottersberg sagt Herbstmarkt für Ende September ab

Corona kippt Kirmes

Volksfeste sind tabu in Zeiten von Corona. Auch die Ottersberger müssen dieses Jahr auf Karussellfahrten und andere Kirmesvergnügungen verzichten: Der Herbstmarkt ist abgesagt. 
Archivfoto: Woelki
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Volksfeste sind tabu in Zeiten von Corona. Auch die Ottersberger müssen dieses Jahr auf Karussellfahrten und andere Kirmesvergnügungen verzichten: Der Herbstmarkt ist abgesagt. Archivfoto: Woelki

Ottersberg – Nach Langwedel und Thedinghausen sagt jetzt auch Ottersberg sein traditionelles herbstliches Kirmesvergnügen ab: Der immer am vierten September-Wochenende am Mühlenweg auf dem Programm stehende große Ottersberger Markt fällt dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie aus. Das teilt Geert Mehlhop vom Organisationsteam des Marktes mit.

Die Verantwortlichen im Marktausschuss und im Rathaus haben lange mit der Entscheidung zur Absage gerungen und gewartet. Nicht zuletzt auch, so Mehlhop, aus Sorge und Verantwortungsgefühl gegenüber den Schaustellern und Marktbeschickern, die teilweise seit mehr als 50 Jahren ihre Karussells und Buden in Ottersberg aufbauen und die in der Corona-Krise in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht sind.

„Seit Beginn der Corona-Pandemie haben wir im Orga-Team häufiger zusammen gesprochen, um doch noch Möglichkeiten für einen wie auch immer gearteten Markt zu erörtern. Aber letztendlich mussten wir einsehen, dass aufgrund der derzeitigen Situation und der rechtlichen Lage keine Chance für ein derartiges Vorhaben besteht“, erklärt Hannah Schwarz-Kaschke, Sprecherin des Marktausschusses, in einer Pressemitteilung. Letztendlich gehe es um den gesundheitlichen Schutz der Marktbesucher, aber auch um den der Marktbeschicker.

Letzte Klarheit habe dann in dieser Woche das Gespräch der Marktverantwortlichen mit Bürgermeister Tim Willy Weber gebracht. Auch der Bürgermeister bedauert Mehlhop zufolge die Absage außerordentlich, weil der Ottersberger Markt ein Aushängeschild weit über die Gemeindegrenzen hinaus sei.

Jetzt suchen die Organisatoren nach Möglichkeiten, wie sich im letzten Quartal dieses Jahres oder im neuen Jahr noch eine Art Mini-Marktvergnügen unter Corona-Bedingungen auf die Beine stellen lässt. „Wir denken dabei auch an unsere Schausteller, die sich in einer extrem schwierigen wirtschaftlichen Lage befinden. Aber die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und die Gesundheit aller Beteiligten stehen bei unseren Überlegungen und Ideen ganz vorn“, betont Geert Mehlhop vom Orga-Team.  pee

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