Christiane Gruber aus Bremen mit Ottersberger Kunstpreis 2015 ausgezeichnet

Preisgekrönte Farbprozesse

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Christiane Gruber (38) aus Bremen ist Gewinnerin des Ottersberger Kunstpreises 2015.

Fischerhude - Christiane Gruber (38) aus Bremen zeichnete der Flecken Ottersberg am Freitagabend mit seinem Kunstpreis 2015 aus. Ebenso überrascht wie stolz nahm die Künstlerin in Buthmanns Hof in Fischerhude den mit 2000 Euro dotierten Preis, dazu Blumen und die Glückwünsche von Veranstaltern, Juroren und Mitbewerbern entgegen. Die Auszeichnung überreichten anlässlich der Eröffnung der Kunstpreis-Ausstellung Bürgermeister Horst Hofmann und Kurator Martin Voßwinkel.

87 Kunstschaffende aus der weiteren Region, überwiegend aus Bremen, hatten Werke aller Kunstsparten für den Wettbewerb eingereicht. 19 Künstler mit 31 Exponaten hatte die hochkarätig besetzte Experten-Jury in einer Vorauswahl für die bis zum 29. November in Buthmanns Hof laufende Kunstpreis-Ausstellung unter dem Titel „19 Positionen aktueller Kunst“ bestimmt. Der Name der ausgewählten Preisträgerin war bis zur Verleihung am Freitagabend ein streng gehütetes Geheimnis.

Christiane Gruber, die bereits bei der vorigen Kunstpreis-Vergabe 2013 in den engeren Kreis der Nominierten gerückt war, bewarb sich dieses Jahr mit zwei Arbeiten, die als „Häutungen – ein malerischer Prozess“ beschrieben sind.

Nach der ausführlichen Vorstellung aller ausgestellten Kunstwerke führte Jurymitglied Dr. Joachim Kreibohm, Chefredakteur des „artist“-Kunstmagazins aus Bremen, in die abstrakte Malerei der Preisträgerin ein, die sich ganz auf die Farbe konzentriert. Die Farbe sei das konstituierende Element; das komplexe Miteinander verschiedener Komponenten führe die Künstlerin im Arbeitsprozess zum Werk, erläuterte Kreibohm.

Christiane Gruber lebt und arbeitet in Bremen. Sie studierte an der Ottersberger Hochschule für Künste im Sozialen und danach an der Bremer Hochschule für Künste. Ein Jahr war sie Meisterschülerin bei Prof. Stephan Baumkötter. Seit 2010 betreibt sie eine rege Ausstellungstätigkeit und ist seither mit ihren Werken in namhaften Galerien in Hannover, Bonn, Leipzig, Herne und immer wieder Bremen vertreten. „Die materiellen Eigenschaften der Farbe, der Grad ihrer Verdünnung, das Walzen und Fließen, das Schichten, die unterschiedlichen Trocknungsgrade, die Instabilität und immer wieder der Zufall sind für mich physikalische Grundbedingungen, ein Bild oder ein Kunstobjekt entstehen zu lassen“, erklärte die Preisträgerin. „Die Farbe behauptet ihre Autonomie und Selbstbezüglichkeit und wird für mich dadurch im wörtlichen Sinne gegenständlich. Ich nehme räumliche Setzungen vor und arbeite eine Qualität des Mediums Farbe heraus“, so Christiane Gruber. Dem bewussten Umgang mit Farbe nachzugehen, welche als Material, Medium und Bedeutungsträger sich selbst thematisiere, sei ihr wichtig.

Geöffnet ist die Ausstellung „19 Positionen aktueller Kunst“ dienstags bis samstags von 14 bis 17 Uhr und sonntags von 11 bis 17 Uhr. Am Sonntag, 22. November, gibt es um 14.30 Uhr eine Führung durch die Ausstellung mit Kunsthistorikerin Petra Hempel.

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