Daniel Manz vertraut auf sein Konzept

Mut in Corona-Zeiten: Imbiss „Burgermeister“ in Ottersberg startet voll durch

Eigentlich war Daniel Manz selber stark von der Coronakrise betroffen, dann eröffnete er einen Burgerladen in Ottersberg und alles änderte sich.

Ottersberg - Die Gastronomie-Branche geht stark angeschlagen durch die Coronakrise. Viele Restaurants und Imbisse haben bereits aufgegeben - Tendenz steigend. Von Aufgeben kann bei Daniel Manz hingegen nicht die Rede sein. Das Gegenteil ist der Fall, denn der 40-Jährige hat in der Pandemie den neuen Burgerladen „Burgermeister“ in Ottersberg eröffnet. Trotz Corona-Beschränkungen laufe das Geschäft von Anfang an sehr gut. Nicht selbstverständlich, findet auch Daniel Manz, und gibt einen Einblick in ein gelungenes Beispiel für Gastronomie in der Coronakrise.

OrtOttersberg
LandkreisVerden
Bevölkerung12.027
Postleitzahl28870

Es hätte alles anders laufen können. Zunächst gehörte Daniel Manz zu denen, die durch die Coronakrise eine große Veränderung im Arbeitsalltag einstecken mussten, denn als Konzertveranstalter war es für Manz durch die Corona-Beschränkungen vorerst vorbei. Keine Aufträge, keine Arbeit, die Kunstschaffende-Szene leidet wie die Gastronomie schwer unter der Pandemie. Deshalb war ein schnelles Umdenken gefordert. Anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, erfüllte sich Daniel Manz einen persönlichen Traum schon früher als gedacht: einen eigenen Burgerladen. „Ich versuche immer, das Bestmögliche aus der Situation herauszuziehen, alles andere bringt mich nicht weiter.“

Imbiss Burgermeister: Ottersberg statt Berlin

Zunächst standen dafür Standorte wie Berlin auf dem Plan des 40-Jährigen: „Ich habe als Konzertveranstalter die letzten zwanzig Jahre in der Welt gewohnt.“ Aber dennoch habe er immer mit einem Auge auch auf seine Heimat Ottersberg geschaut. Als ein alter Imbiss an der Großen Straße in Ottersberg zu verkaufen war, schnappte Manz spontan zu. Dass er in eine von der Coronakrise stark gebeutelten Branche in die nächste wechselt, sei für ihn kein Risiko: „Ich habe einen Plan und dem vertraue ich.“

Daniel Manz vertraut voll auf sein Konzept.

Nicht nur die Notwendigkeit, sondern auch die nötige Zeit, um seinen Plan umzusetzen, brachte die Coronakrise mit sich: „Das ist einer der wenigen positiven Sachen der Krise, alles hat sich entschleunigt und somit konnte ich viel Herzblut, Aufwand und Eigenleistung in den Laden hereinstecken.“ Bei einem neuen Projekt sei Hektik der falsche Weg, so Manz. Den Umbau habe er zusammen mit Freunden und Familie in die Hand genommen.

Haus am See in Otterstedt wird neuer Burgermeister-Standort

Den Grund für den Erfolg - trotz der Coronakrise - sieht Manz in einem schlüssigen und modernen Konzept: „Nur so kann es klappen, dann ist auch fast egal, ob Corona ist oder nicht.“ Ein Lieferdienst und der Abholer-Standort an der Großen Straße machen das Essen beim „Burgermeister“ derzeit corona-gerecht, jedoch ist bereits ein weiterer Standort in Planung: Das Haus am See in Otterstedt. Dort sollen dann - sobald es möglich ist - auch viele Gäste vor Ort Platz finden.

Ottersberg: Burgermeister setzt auf Produkte aus der Region

Bei der Produktpalette setzt Manz vor allem auf Nachhaltigkeit: „Kochen war schon immer ein großes Hobby, ich liebe die Gastronomie, deshalb war mir Qualität und Nachhaltigkeit beim Essen immer wichtig.“ Und das Konzept setzt er auch mit seinem „Burgermeister“-Imbiss um. Die Produkte kommen fast ausschließlich aus der Ottersberger Region. Das Fleisch von Landwirten aus der Nähe - verarbeitet vom Ottersberger Schlachter - endet am Ende auf den Burger-Brötchen, und die sind gebacken von der Wümmebäckerei Sammann: „Essen miteinander zu vernetzen macht mir wahnsinnig Spaß.“

Der „Burgermeister“ in Ottersberg kommt richtig gut an.

Nachhaltigkeit sei zudem laut Manz keine Nische mehr: „Die Leute wollen das mittlerweile, nachhaltige Ernährung ist keine Ausnahme mehr.“ Das Geheimrezept für seinen Erfolg, trotz Eröffnung in der Coronakrise, sieht er in einem schlüssigen Konzept. Dazu gehören Lieferdienst, regionale Produkte „und eine Imbiss-Kultur“. Denn auch wenn der Kontakt derzeit wegen Corona beschränkt ist, beobachte Manz, dass die Leute gerne in seinem Imbiss sind: „Ich freue mich, wenn die Krise vorbei ist und die Leute sich hier richtig treffen können“, so der 40-Jährige.

Rubriklistenbild: © Florian Manz

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