Bund fördert Stelle für Kunstverein

Künstlerin wechselt die Seiten

Fischerhude - Tanja Kleinwechter hat die Seiten gewechselt: Bisher organisierte die selbstständige Künstlerin Ausstellungen in eigener Sache. Seit Beginn des Jahres unterstützt sie den Kunstverein Fischerhude, dessen Werkschauen auch überregional Beachtung finden, so der Vorsitzende des Kunstvereins, Wolf-Dietmar Stock. Gefördert wird die Stelle vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Tanja Kleinwechter.

„Kunst hat mich schon immer interessiert. Ich habe mich schon früher mit den Künstlern aus Fischerhude beschäftigt“, sagt Kleinwechter, die inzwischen am Backsberg zuhause ist. Zuvor lebte die 48-Jährige Nordrhein-Westfälin einige Jahre in Berlin. Künstlerisch arbeitet sie hauptsächlich mit dem Werkstoff Filz. Die auf drei Jahre befristete 20-Stunden-Stelle umfasst unter anderem Leihgaben-Anforderungen, Ausstellungsvorbereitung, aber auch Aktenarbeit (etwa Steuerangelegenheiten). „Frau Kleinwechter kann viele Dinge: Sie hilft uns beim Aussuchen von Bildern, hat Geschmack, kann gestalten“, ist Wolf-Dietmar Stock von der Zusammenarbeit angetan. Auch beim Gestalten von Foldern und Flyern habe die neue Mitarbeiterin Geschick bewiesen. Das Stellenprofil erfordere eben mehr als eine Person, die „nur“ etwas von Kunst versteht. Alles Aufgaben übrigens, um die sich der Vorstand des Kunstvereins bisher ehrenamtlich kümmerte. Für Stock, der hauptberuflich Verleger ist, war der Kunstverein zwar stets eine Herzensangelegenheit, „aber es macht viel Arbeit“. Seine ersten Ausstellungen veranstaltete der Kunstverein in der Buchhandlung In der Bredenau, seit 16 Jahren bietet ihnen der Buthmanns Hof ein Forum. „In dieser Zeit haben wir relativ professionelle Ausstellungen organisiert“, so Stock.

Zu sehen waren etwa Werke von Künstlern wie Clara Rilke-Westhoff, Otto Modersohn oder Heinrich Breling, der zu sommerlichen Studien lieber nach Fischerhude als in das „rummelige“ Worpswede kam. Die Schau „Der Hiddenseer Künstlerinnenbund“ (2015) stieß auch überregional auf Interesse.

Kleinwechter freut sich über die neue Aufgabe, die sie als Ergänzung zum künstlerischen Schaffen sieht: „Das ist eine tolle Kombination. Ich kann viel lernen und finde es spannend zu sehen, wie der Kunstverein Ausstellungen gestaltet.“

ldu

Rubriklistenbild: © Mediengruppe Kreiszeitung

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