Vorzeitiger Ruhestand

Bürgermeister Horst Hofmann geht 2020

Horst Hofmann

Ottersberg - Wie erwartet hat Ottersbergs Bürgermeister Horst Hofmann am Montag seinen vorzeitigen Eintritt in den Ruhestand gegen Jahresmitte 2020 bekannt gegeben.

Dass er konkret über den Abschied vom Amt nachdenkt, hatte Hofmann (64) bereits am Freitag im Gespräch mit unserer Zeitung bestätigt (wir berichteten). Das vorzeitige Ausscheiden ist laut Kommunalverfassung möglich, wenn der Hauptverwaltungsbeamte mindestens 65 Jahre alt ist und das Amt in der laufenden Wahlperiode seit mindestens fünf Jahren innehat. Diese Voraussetzungen erfüllt Hofmann ab 1. Juli 2020. „Ich habe mich entschlossen, diese Möglichkeit in Anspruch zu nehmen. Ich werde den entsprechenden Antrag bei der Kommunalaufsicht einreichen und somit voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2020 in den Ruhestand gehen“, teilte der Bürgermeister jetzt offiziell mit.

Gewählt ist Hofmann, der seit 2006 im Amt ist, bis Ende Oktober 2021. Mit dem vorzeitigen Rückzug des CDU-Manns aus dem Rathaus wird im Flecken Ottersberg bereits in der ersten Jahreshälfte 2020 die Neuwahl eines Bürgermeisters oder einer Bürgermeisterin fällig. Einen Vorschlag für einen möglichen Wahltermin gibt es noch nicht. Da planmäßig nächstes Jahr in diesen Breiten überhaupt kein Wahlsonntag ansteht, gibt es keinen Termin, an den sich die Direktwahl des Bürgermeisters koppeln ließe.

Für die Parteien, die jetzt auf Kandidatensuche für die Hofmann-Nachfolge gehen und in den Wahlkampf-Modus schalten müssen, kommt der vorzeitige Rückzug des Bürgermeisters mehr oder minder überraschend. „Ich bin verwundert, aber verstehen kann ich's schon“, sagte Gabriele Könnecke, Partei- und Fraktionsvorsitzende der Ottersberger SPD, mit Blick auf Hofmanns angespanntes Verhältnis zur Politik. Mittwoch wollen sich Vorstand und Fraktion der SPD erstmals beraten, „ob wir einen eigenen Kandidaten aufbauen wollen“. Zweite Option wäre für Könnecke, den möglichen Kandidaten der Freien Grünen Bürgerliste Ottersberg (FGBO), Tim Weber, zu unterstützen. Weber hatte bereits gegenüber unserer Zeitung bestätigt, dass er mit dem Gedanken einer Kandidatur spielt. Gleiches gilt für CDU-Chef Reiner Sterna, der sein Interesse, als christdemokratischer Bewerber zur Bürgermeisterwahl anzutreten, schon bei seiner Partei hinterlegt hat. Wie alle Parteien müssen sich auch die Grünen jetzt erstmal einen Fahrplan zurechtlegen, was Kandidatennominierung und Wahlvorbereitung betrifft, wie Ratsfrau Erika Janzon sinngemäß sagte. Fertig ist der Plan von Linken-Ratsherr Jürgen Baumgartner: Er will, wie schon 2014, für das Bürgermeisteramt kandidieren.

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