Jochen Bertzbach erzählt Erfolgsgeschichte in Hochglanzfotos auf 66 Seiten

Das Bilderbuch vom Moor

Die Erfolgsgeschichte von der Wiedervernässung des Quelkhorner Moors, heute ein kostbares Ökosystem, hat Jochen Bertzbach in einem großen Bilderbuch dokumentiert. - Foto: Holthusen

Quelkhorn - „Wir wollen die Menschen nicht nur fürs Moor sensibilisieren – wir wollen die Menschen fürs Moor begeistern!“ Nicht weniger als das ist Anspruch und Herzensangelegenheit von Jochen Bertzbach.

Dafür arbeitet er seit 30 Jahren, seit er die Wiedervernässung des Quelkhorner Moors mit initiierte. Seitdem hegt und hütet er diesen einzigartigen Lebensraum, in dem seltene hochmoortypische Flora und Fauna wieder zu Hause sind. Und der frühere Ortsbürgermeister, der als Kind selbst noch in eben diesem Moor beim Torfstich helfen musste, gewinnt immer neue Mitstreiter, die sich für Pflege und Schutz des renaturierten Kleinods begeistern.

Vor diesem Hintergrund veröffentlichte Bertzbach jetzt sein siebtes Buch zu Themen des regionalen Natur- und Landschaftsschutzes – nach sechs illustriert-informativen Taschenbüchern diesmal einen größerformatigen Fotoband mit festen Buchdeckeln, der ohne viele Worte auskommt: Ein Bilderbuch, das auf 66 Seiten mit großen Hochglanzfotos die Wiedervernässung des Quelkhorner Moors dokumentiert – die Erfolgsgeschichte, wie aus verbuschten entwässerten Moorflächen ein gesetzlich geschütztes Biotop wurde.

Alle Fotos hat Bertzbach im Laufe der Jahre selbst gemacht. Den Buchdeckel ziert das bezaubernde Motiv von der Wollgrasblüte, inzwischen ein vielfach nachgedrucktes Symbolbild für die Wiederbelebung des 25 Hektar kleinen Hochmoors, das, einstmals trockengelegt, bis in die 1960er Jahre zum Torfabbau genutzt wurde. Mit dem Bildband will Bertzbach „die Erfolge der Wiedervernässung nochmal unterstreichen“, wie er sagt.

Warum Moore schützenswerte Biotope sind und als Kohlenstoffspeicher wichtige Klimaschützer, hat Bertzbach in vorherigen Veröffentlichungen wortreich dargelegt. Auch, wie ab den 80er Jahren mit Zustimmung der Landwirte als Besitzer die Wiedervernässung des Quelkhorner Moors in Gang kam.

Jetzt gibt's vor allem was fürs Auge: Das Fotobuch zeigt Bilder von der anfänglich mühevollen Arbeit der ehrenamtlichen Naturschützer, die die künstlichen Entwässerungsgräben schlossen und die Birken und andere Gehölze, die dem nassen Lebensraum Moor das Licht und Wasser entziehen, entfernten.

Auf den folgenden Seiten dokumentieren die Fotos die eindrucksvollen Erfolge aller Anstrengungen: wachsende Seenflächen und sich stetig ausbreitende seltene Pflanzen, die für den extremen Lebensraum Hochmoor typisch sind: Gagelstrauch, Rosmarin, Glockenheide, Torfmoose, Wollgras und der fleischfressende Sonnentau. Dass sich in diesem geschützten wertvollen Ökosystem auch gefährdete Tierarten wieder heimisch fühlen, ist ebenso Teil der Erfolgsgeschichte, wenn auch nicht in dem Bildband zu sehen.

Fotografisch festgehalten ist aber die Begeisterung der Moor-Unterstützer: Viele wollen mithelfen, wenn im Winter das jährliche Entkusseln von Birkentrieben ansteht, oder wollen gucken kommen, wenn im Sommer die Nindorfer Schafherde das Moor zur Pflege beweidet. Immer wieder wird Bertzbach für Moor-Führungen angefragt. Sein Bilderbuch erschien jetzt pünktlich zur Langzeit-Ausstellung „Moor“, die die Stiftung Heimathaus im Wümmeraum in Buthmanns Hof eröffnet hat.

Der Bildband ist ab sofort für 12 Euro zu haben in der Dorfbuchhandlung in der Bredenau und in Brüning’s Scheune in Fischerhude, im Kaufhaus Hahnenfeld in Quelkhorn, in der Buchhandlung Froben in Ottersberg sowie direkt bei Jochen Bertzbach in Quelkhorn, Telefon 04293-7490.

pee

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