Verein Ambulante Erziehungshilfe ermöglicht Jugendlichen unterschiedlichster Herkunft Wochenende mit vollem Programm in der Metropole

Berlin bringt die Gruppe aus Ottersberg dichter zusammen

Ein Wochenende in Berlin: Die junge Besuchergruppe aus Ottersberg genoss Rundfahrten und vieles mehr in der Hauptstadt.

Ottersberg - Zwei Bildungswochenenden in Berlin mit Jugendlichen verschiedener Herkunft ab 16 Jahren – das ermöglichte im Rahmen des Kinderschutzbund-Projekts „mittendrin!“ der auch in Ottersberg vertretene, in der Jugendarbeit dort maßgeblich engagierte „Verein ambulanter Erziehungshilfen“. Tessa Reinke und Andre Hebbeler reisten als Betreuer mit.

„Mittendrin“soll für Kinder und Jugendliche in Niedersachsen die Chancen der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben fördern. Angebote zur Stärkung eigener Kräfte, Kompetenzen und Fähigkeiten gehören dazu.

Großes Interesse an kulturellen Angeboten

Am ersten der beiden Kulturwochenenden in Berlin wurde die Ottersberger Besuchergruppe – junge Leute aus Syrien, Afrika und Deutschland – mit bestem Wetter verwöhnt.

Die Jugendlichen brachten unterschiedliche Wünsche, Vorstellungen, Bildungs- und Sprachkenntnisse mit. Speziell die Syrer zeigten besonderes Interesse an den kulturellen Angeboten. Khader aus Somalia sorgte mit seinem Humor und positiver Lebenseinstellung während des gesamten Wochenendes für gute Laune, heißt es weiter im Pressebericht zum Ausflug.

Gemütliches Ferienhaus als Rückzugsort

Am Freitag Abend ging es zunächst ins gemütliche Ferienhäuschen etwas außerhalb der Großstadt am Waldesrand. Dort folgte nach dem Abendessen ein reger gegenseitiger Austausch.

Am Sonnabend fuhr die Gruppe in der Frühe mit Zug und S-Bahn direkt in die Metropole. Eine Bus-Rundtour brachte allen Berlin-Highlights wie Regierungsviertel, Brandenburger Tor und Spree nahe. Auch wurde die Gedenkstätte des Anschlags auf den Weihnachtsmarkt 2016 besucht sowie das pulsierende Leben in den Stadtteilen Kreuzberg und Prenzlauer Berg bewundert.

Erschöpft vom Laufen und den neuen Eindrücken ließen die Jugendlichen und ihre Betreuer im Waldhäuschen den Tag gemütlich ausklingen. Am Sonntag standen Besuche des DDR-Museums und eines kleinen Flohmarkts in der Nähe des Doms auf dem Plan, bevor die Rückreise begann.

Freundschaften entstehen

Das zweite Wochenende zeigte sich sehr regnerisch- stürmisch, was die Stimmung der Reisegruppe aber kaum beeinträchtigte.

Das Erkunden der Stadt, gemeinsames Essen, besondere Attraktionen wie „The Story of Berlin“, Kudamm und Gedächtniskirche machten den Sonnabend komplett.

Am Sonntag besuchte die Gruppe vor der Rückreise bei strömendem Regen noch den großen Flohmarkt im Mauerpark.

Die Jugendlichen genossen die gemeinsame Zeit und waren dankbar für alles, was sie erleben durften, heißt es im „Reisebericht“. Es seien viele soziale Kontakte geknüpft worden und Freundschaften entstanden.

Weitere Angebote geplant

Der Verein ambulanter Erziehungshilfen bietet ein facettenreiches Freizeitprogramm für Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Nationalitäten. Integration sowie Inklusion sind wichtige Bestandteile der Arbeit und sollen auch in den Jugendkulturhäusern aktiv gelebt werden.

2017 gehörten bereits zwei Harz-Rodelwochenenden, Bastelaktionen, Sportprogramm, Koch-AG, Schrauber-Werkstatt und die „Zukunftswerkstatt“ zum Programm.

Vorgesehen sind noch Kinoausflüge, eine Musik-AG, eine weitere Ferienfreizeit, sowie die Beteiligung am Sommerferienprogramm des Fleckens Ottersberg.

Weitere Informationen und Anmeldungen sind telefonisch möglich in den Jugendkulturhäusern Ottersberg unter 04205/8442 oder Fischerhude unter 04293/371.

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