Ausschuss: Keine Pauschale für Kunstverein

„Möchte wissen, wofür Geld verwendet wird“

Ottersberg - Die Kunstpreisausstellung 2015 des Fleckens Ottersberg war ein Erfolg und von Fachwelt und Publikum beachtet. Und Preisträgerin Christiane Gruber aus Bremen war ebenfalls glücklich über ihre Auszeichnung. Allerdings listete Kurator Martin Voßwinkel in der Sitzung des Kulturausschusses des Gemeinderates am Montagabend im Rathaussaal auch einige Kritikpunkte auf.

Zwar lobte Voßwinkel die gelungene Eröffnungsveranstaltung und die hohe Qualität der für den Preis eingereichten Kunstwerke, kritisierte jedoch die Terminüberschneidung der Kunstpreisausstellung mit der Otter-Ausstellung im Fischerhuder Buthmanns Hof. Gerne hätte er diesen Ausstellungsraum auch mit belegt. Außerdem müsse beim nächsten Kunstpreis 2017 die Ausstellungszeit verlängert werden. „Die Ausstellung müsste mindestens drei Wochen laufen. Sonst lohnt sich der Aufwand nicht“, so Voßwinkel.

Im Anschluss beschäftigte sich der Ausschuss mit Zuschussanträgen. Dem Antrag des Kunstvereins Fischerhude, künftig eine jährliche Pauschale als Zuschuss vom Flecken für seine Kunst- und Kulturarbeit zu erhalten, erteilte der Ausschuss eine Abfuhr. Der Kunstverein erhoffe sich eine Pauschale, weil er der Meinung sei, dass das ständige Beantragen für jedes einzelne Kunstprojekt zu viel Arbeit mache, erläuterte den Politikern Vize-Verwaltungschef Jürgen Buthmann-von Schwartz. „Eine Pauschale vereinfacht dem Verein seine Arbeit“, konnte Erika Janzon (Grüne) das Ansinnen nachvollziehen und plädierte für eine Pauschale in Höhe von 2000 Euro. In Annegret Reysen (SPD) fand sie eine generelle Unterstützerin. Die CDU forderte, der Kunstverein müsse auch künftig für jedes Projekt einen Antrag stellen: „Ich möchte schon wissen, wofür der Verein das Geld verwendet“, sagte Rainer Hinrichs. Mit einer knappen Mehrheit lehnte der Ausschuss den Antrag des Kunstvereins ab.

Für das Jugendkulturprojekt „Workshop Village“ im April nächsten Jahres bewilligte der Ausschuss einen Zuschuss von 1100 Euro nach Vorlage aller Kosten.

Wie Buthmann-von Schwartz den Kulturpolitikern abschließend mitteilte, stellen ab 14. Januar Studierende der Ottersberger Hochschule für Künste im Sozialen für einige Monate im Rathaus ihre Entwürfe für das Projekt „Kunst im Kreisel“ auf der Großen Straße aus.

woe

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