Verein Sterneneltern Achim eröffnet Ausstellung

Ausdruck von Zuneigung und Liebe

Gleichstellungsbeauftragte Anne Fehn begrüßte Linda Green und Friederike Nolte (v.l.) von den Sterneneltern Achim zur Ausstellungseröffnung im Rathaus. Alle Bilder stammen von Familien, die ein Kind vor, während oder kurz nach der Geburt verloren haben. Fotos: Häg
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Gleichstellungsbeauftragte Anne Fehn begrüßte Linda Green und Friederike Nolte (v.l.) von den Sterneneltern Achim zur Ausstellungseröffnung im Rathaus. Alle Bilder stammen von Familien, die ein Kind vor, während oder kurz nach der Geburt verloren haben.

Oyten - Von Bernd Hägermann. Viele Herzen, Regenbögen, bunte Bäume, Zauberwesen und weite Himmel – all das verbinden Geschwister und Angehörige bildlich mit Sternenkindern. Als Sternenkinder werden Kinder bezeichnet, die vor, während oder kurz nach der Geburt versterben. Die kleine Bilderausstellung, die am Montagabend im Beisein der Gleichstellungsbeauftragten Anne Fehn im Oytener Rathaus eröffnet wurde, ist diesen Kindern gewidmet.

Gemalt haben sie Geschwister und Angehörige. Für das Malen brauchte es nicht viel Zeit. Es reichte ein Kreativ-Nachmittag des 2018 gegründeten Vereins Sterneneltern Achim, erzählen die Vereinsmitglieder Friederike Nolte und Linda Green.

Am wichtigsten beim Malen war die innere Beziehung zu den Sternenkindern. In den Bildern erkennbar sind Vertrautheit, Zuneigung und Liebe.

Vorläufer des Vereins Sterneneltern war eine Selbsthilfegruppe, die es sich 2014 zur Aufgabe gemacht hatte, ein Tabuthema endlich zur Sprache zu bringen. Friederike Nolte von den Sterneneltern sagt: „Wir begleiten Eltern und Angehörige beim Verlust eines Kindes.“

Ein Kind, das an den Sternen schaukelt, ist nur eines von zahlreichen Motiven.

Der Verein bietet einen geschützten Raum für Betroffene, fördert den Austausch mit Gleichgesinnten und organisiert Vorträge zum Thema. Zudem werden Bestattungsmöglichkeiten und Hilfsangebote außerhalb der Gruppe erörtert. Wichtig sei auch das Schaffen von Erinnerungen. Zudem begleiten die Sterneneltern, derzeit sind es 58, Eltern vor und nach der Entbindung des Kindes („Ab dem positiven Schwangerschaftstest ist es ein Kind“) und deren Angehörige. Das kommende Jahr wird für den Verein der Sterneneltern ein herausforderndes. Am 18. April wird in der Stadthalle Verden der „erste, analoge Sternenkinderkongress“ stattfinden. Ausrichter ist der Achimer Verein. Eingeladen sind Gruppen, Vereine, Einzelpersonen und Fachpersonal. Der Kongress soll Gelegenheit bieten, „sich miteinander auszutauschen, von einander zu lernen, sich untereinander zu vernetzen und gemeinsam das Tabu anzugehen“.

Die Bilderausstellung im Oytener Rathaus dauert bis zum 15. Januar.

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