10R-Abschlussklasse von 1966 trifft sich

Im „Aufbauzug“ vor 50 Jahren zum höheren Abschluss

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Sie absolvierten erfolgreich die „Mittelschule in verkürzter Form“ und trafen sich 50 Jahre später am Ottersberger Schulstandort wieder: die Ex-Schüler der 10R-Abschlussklasse von 1966. 

Ottersberg - Im November 1966 wurde die damalige Klasse 10R des sogenannten Ottersberger „Aufbauzuges“ nach einem Kurzschuljahr entlassen. Genau 50 Jahre später – und 40 Jahre nach dem bis dato einzigen Klassentreffen – trafen sich die Ex-Schulkameraden jetzt im Rektorhaus am Ottersberger Schulzentrum wieder. 23 Zusagen erhielt Organisatorin Marliese Versemann für die Wiedersehensfeier.

Mit dem damaligen „Aufbauzug“ startete am Ottersberger Schulstandort im Frühjahr 1962 eine „Mittelschule in verkürzter Form“ von nur vier Jahren. Im selben Jahr schaffte das Land die Bezeichnung Mittelschule ab und benannte die Schulform in Realschule um. Damit gab es erstmalig ab dem Alter von zwölf Jahren eine wohnortnahe Eintrittskarte für die höhere Schulbildung. Vorher hatten Ottersberger Schüler ab zehn Jahren zu den Mittelschulen nach Rotenburg, Achim, Verden oder Bremen fahren müssen.

Die Schülerinnen und Schüler der 1966 entlassenen 10R kamen damals aus den jetzigen Gemeinden Ottersberg und Oyten sowie aus Sottrum und Reeßum in Ottersberg zusammen. Zunächst mussten sie 1962 die Aufnahmeprüfung im Keller des Gemeindehauses bestehen, wo ab Ostern bis zur Fertigstellung des Ottersberger Schulneubaus der Unterricht stattfand. Zusätzlich wurden zum Realschulunterricht erstmals Fächer wie Französisch, Stenografie und Maschineschreiben erteilt.

Wie sich Marliese Versemann erinnerte, wurde den 10R-Absolventen bei der Abschiedsfeier im November 1966 mit auf dem Weg gegeben: „Nicht nach dem Sinn des Lebens suchen, sondern dem Leben einen Sinn geben.“

Besonders freuten sich die Ehemaligen bei ihrem Wiedersehen über das Erscheinen des damaligen Deutsch- und Geschichtslehrers Siegfried Kröning. Nach einer gemeinsamen Kaffeetafel im Rektorhaus zeigte der jetzige Wümmeschulrektor Walter Schlöffel-Pitschke den Ehemaligen das heutige Schulzentrum. Dann ging es hinüber zum Gemeindehaus, um sich auch hier umzusehen.

Der Abend klang bei einem gemeinsamen Buffet in Körbers Gasthaus in Fischerhude aus. Dabei wurden etliche Fotos gemeinsam auf dem Laptop angeschaut – und natürlich kam das Schwelgen in Erinnerungen an die Schulzeit nicht zu kurz. 

woe

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