Anja Jo Schanz stellt aus und liest in Volksbank

Cartoons – und jetzt auch ein Kinderbuch

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Cartoonistin Anja Jo Schanz las in der Ottersberger Volksbank auch aus ihrem neuen Kinderbuch.

Ottersberg - „Als Kind ist jeder Mensch ein Künstler. Die Schwierigkeit liegt darin, als Erwachsener einer zu bleiben“, zitierte Matthias Dittrich vom Vorstand der Volksbank Wümme-Wieste den Maler Pablo Picasso und begrüßte damit eine Vielzahl von Gästen zur Ausstellungseröffnung und Lesung mit Anja Jo Schanz in den Ottersberger Geschäftsräumen.

Zum dritten Mal stellt die auf Cartoons spezialisierte örtliche Künstlerin dort aus. Aus der Welt der Aktien, Anlagen und Anleihen in heitere Cartoons einzutauchen, sei wunderbar, lächelt sie. Die Welt von Cartoon-Serien wie „Q-Tipps“ oder „Mückrokosmos“ bringe jeden zum Lächeln.

Die Werke der gebürtigen Paderbornerin zeugen von Freude an ungewohnten Blickwinkeln und vor allem findigen Wortspielereien.

Fröhliches Lachen habe bei ihm das Spiel mit dem Wort Kuh ausgelöst, berichtete Matthias Dittrich. Kuh-Tipp, Kuh-Fu, Kuhpilot, I-Kuh-Test, Kurage oder Akutpatient seien einige witzige Beispiele.

Beim Rundgang durch die Ausstellung warfen alle mehr als einen Blick auf Bildergeschichten mit lustigen Reimen. Eine handelte vom frechen Mäuserich Schnurzpiep, der mit seinen Streichen die ganze Nachbarschaft gegen sich aufbringt.

Schnurzpiep ist jedoch die Meinung seiner Zeitgenossen schnurzpiepegal – bis er eines Tages in ein Erdloch stürzt und dem klugen Maulwurfmädchen Pauline begegnet. Sie durchschaut ihn liebevoll, hilft ihm, sein verwahrlostes Häuschen aufzuräumen und verärgerte Nachbarn wieder milde zu stimmen.

Skurrile Charaktere erhalten bei Anja Jo Schanz mit einem winzigen Federstrich eine aussagefähige Mimik. Ängste oder Freude drückt sie mit wenigen, treffsicheren Stilmitteln aus.

Da gibt es auch Familie Otter, die natürlich in Fischerhude lebt und von der das gerade entstehende Kinderbuch handelt. In Reime gefasst, las die Künstlerin Kostproben und entzückte das Publikum. Hauptperson des liebevoll gestalteten Buches ist Otter Erich, der zum Leidwesen der Mutter Schule nicht ernst nimmt. Auch der Lehrer fürchtet, dass aus dem Kleinen nichts wird. Aber alle verkennen Erich. Er kommt, wie könnte es in Fischerhude anders sein, als Maler groß heraus. Die herzigen Texte sind zwar für Kinder gedacht, aber auch für Erwachsene amüsant zu lesen.

kr

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