Andrang bei Bürgerversammlung zu ehrenamtlichem Einsatz für Geflüchtete

Hilfsbereitschaft enorm

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Thema ehrenamtliche Flüchtlingshilfe: Zahlreiche Interessierte begrüßte Vize-Verwaltungschef Jürgen Buthmann-von Schwartz zu einer Informationsveranstaltung in der Ottersberger Schulaula.

Ottersberg - Die Hilfsbereitschaft im Flecken Ottersberg ist enorm. Das bewies einmal mehr die überwältigende Besucherresonanz am Mittwochabend bei der Bürgerversammlung in der Schulaula, in der die Gemeinde Interessierte über Möglichkeiten der Mitwirkung in der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe informierte.

In der bis auf wenige Plätze gefüllten Aula stellten sich die neu eingestellten kommunalen Flüchtlingskoordinatorinnen Nele Peek und Katharina Connellan vor. „Wir verstehen uns als Schnittstelle zwischen den Neuankommenden und der Gemeinde und möchten die Verwaltung mit unserer Arbeit entlasten“, sagte Katharina Connellan. An diesem Abend sammelten die beiden von Bürgern, die sich ehrenamtlich engagieren möchten, zahlreiche Hilfsangebote ein, um sie zu bündeln und in nächster Zeit effektiv einzusetzen.

Für die Sammlung waren Stellwände vorbereitet mit Stichworten wie dem dringenden Wunsch nach einer Fahrradwerkstatt, nach Fahr- und Begleitdiensten, Sach- und Kleiderspenden sowie Dolmetscherdiensten. An den Tafeln konnten sich die Bürger über Nachgefragtes informieren und den Bereichen ihre Hilfsangebote zuordnen. „Ich bin begeistert. Wir haben mit vielleicht 50 Gästen gerechnet, aber nicht damit, dass es so voll wird“, strahlte Vize-Verwaltungschef Jürgen Buthmann-von Schwartz.

Er schilderte: „Wir als Flecken haben bislang 170 Flüchtlinge untergebracht. Bis Ende März müssen wir gemäß unserer Quote, die sich nach der Einwohnerzahl richtet, weitere 140 Flüchtlinge unterbringen. 120 von ihnen werden wir im ehemaligen Autohaus-Gebäude am Bahnhof einquartieren. Die anderen 20 verteilen wir auf angemietete Wohnungen im Flecken.“

Weiter sagte Buthmann-von Schwartz: „Ab April wird der Flecken Flüchtlinge in mobilen Unterkünften in Leichtbauweise unterbringen. Denn die Unterbringung von Flüchtlingen wird eine Daueraufgabe werden. Für die erste Mobilunterkunft beginnen wir mit den Arbeiten auf der Grünfläche neben der Vereinsturnhalle des TSV Fischerhude-Quelkhorn in der kommenden Woche.“ Der Verwaltungsvertreter appellierte: „Der Flecken sucht weiter geeigneten Wohnraum. Wer hier etwas anzubieten hat, der kann sich gerne bei uns in der Verwaltung melden.“

Die Großunterkunft für Flüchtlinge im ehemaligen Autohaus betreut der DRK-Kreisverband Verden. Der DRK-Leiter für die Flüchtlingshilfe, Niklas Diering, stellte sich der Versammlung vor und erklärte: „Der Landkreis hat das DRK mit der Betreuung von Sammelunterkünften beauftragt. In den bisher sechs Unterkünften betreuen wir rund um die Uhr 750 Menschen. Bis Ende März werden es bis zu 1000 sein. Wir sind als DRK für die Verwaltung und die Verpflegung zuständig.“ Und was können Ehrenamtliche hier leisten? „Von den Ehrenamtlichen erhoffen wir uns Unterstützung bei der Kinderbetreuung, bei einem Sprach- und Begegnungscafe.“

woe

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