100.000 Euro Schaden

Zimmerbrand auf Parzival-Hof: „Alptraum eines Heimleiters“

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Zu einem Zimmerbrand im obersten Geschoss eines Wohn- und Verwaltungsgebäudes auf dem Quelkhorner Parzival-Hof der Stiftung Leben und Arbeiten rückte die Ortsfeuerwehr am Samstag aus. Den Brandschaden beziffert die Polizei auf 100 000 Euro. Verletzt wurde niemand.

Quelkhorn - Auf 100.000 Euro schätzt die Polizei den Schaden, den am Samstag ein Feuer in einem Wohnhaus auf dem Quelkhorner Parzival-Hof, Lebens- und Arbeitsort von 65 Menschen mit geistiger Behinderung, anrichtete.

Die Ursache des Brandes, der gegen Mittag in einem Apartment im 2. Obergeschoss ausbrach, ist noch ungeklärt. Die beiden Bewohner dieses Apartements waren zu dem Zeitpunkt nicht im Haus. Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Zwar ist das Gebäude fürs Erste unbewohnbar, das schnelle Eingreifen der Freiwilligen Feuerwehren Fischerhude-Quelkhorn und Ottersberg verhinderte jedoch noch weit Schlimmeres.

„Das ist der Alptraum eines jeden Heimleiters“, sagte gestern Stefan Bachmann, der zum Zeitpunkt des Feuers außer Haus war. Der Heimleiter des Parzival-Hofs erlebte unterwegs „bange Minuten, bis klar war, dass alle in Sicherheit sind“, so Bachmann. Insofern sei alles nochmal glimpflich ausgegangen. Zur Brandursache konnte Bachmann noch nichts sagen. Eine Brandstiftung schließe er persönlich aus, „aber das muss die Kripo klären“.

Rauch im zweiten Obergeschoss entdeckt

Gegen 12 Uhr hatte ein Bewohner auf dem Gelände Rauch in dem Apartment im 2. Obergeschoss des betroffenen Gebäudes gesehen, in dem vier Betreute des Parzival-Hofs ihre Zimmer haben sowie Verwaltungsmitarbeiter, darunter Bachmann, ihre Büroräume. Umgehend wurde die Feuerwehr alarmiert und traten die ausgebildeten Brandschutzhelfer des Parzival-Hofs in Aktion, die die beiden noch im Haus befindlichen Bewohnerinnen der Zimmer im Erdgeschoss nach draußen brachten. 

Alles sei sehr diszipliniert und ruhig abgelaufen, so dass zu keiner Zeit Gefahr für jemandes Leib und Leben bestanden habe oder Panik auf dem Hofgelände ausgebrochen sei, sagte Bachmann, der zudem das schnelle und professionelle Einschreiten der Freiwilligen Feuerwehr lobte.

Das Apartment, in dem das Feuer ausgebrochen sei, sei völlig ausgebrannt, schilderte Bachmann. Stark in Mitleidenschaft gezogen seien auch das darunterliegende Büro, in dem die Decke heruntergestürzt sei, sowie der Dachstuhl über dem betroffenen Apartment. 

Haus nicht mehr bewohnbar

„Das Haus ist durch den Rauch kontaminiert und so nicht mehr bewohn- oder nutzbar. Überall liegt ein beißender Geruch in der Luft“, so Bachmann. Er gehe jedoch davon aus, dass das Gebäude, übrigens das ehemalige Quelkhorner Müllerhaus, erhalten werden könne: „Das ist auf jeden Fall unser Bestreben – wir sind auf das Haus angewiesen.“

Weil zurzeit auf dem Parzival-Hof nicht alle der 70 Heimplätze belegt sind, können die vier Bewohner des brandgeschädigten Hauses vorübergehend problemlos in anderen Wohngruppen untergebracht werden. Die Verwaltung zieht nach Bachmanns Worten in eine gerade freigewordene Dienstwohnung auf dem Hof um.

Die Freiwillige Feuerwehr Fischerhude-Quelkhorn war mit Unterstützung der Ottersberger Kollegen etwa zwei Stunden im Einsatz, um mit insgesamt vier Trupps unter Atemschutz die vom Feuer betroffenen Bereiche des Gebäudes abzulöschen. Von der Feuerwehr gab's „ein Daumen hoch für das gut organisierte Verhalten der Bewohner und Mitarbeiter der Einrichtung“.

pee

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