1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Verden

Neues Modelabel in Verden: „Unpeopled“ jetzt auch zum Anfassen

Erstellt:

Von: Erika Wennhold

Kommentare

Kreative Köpfe unter einem Dach: Alexander Heimann, Thilo Papenheim und Jan Wiechert vor dem Ladengeschäft von „onepair“ in der Fußgängerzone.
Kreative Köpfe unter einem Dach: Alexander Heimann, Thilo Papenheim und Jan Wiechert vor dem Ladengeschäft von „onepair“ in der Fußgängerzone. © Erika Wennhold

Klein aber fein, modisch, nachhaltig, zum Anfassen und zum Anziehen sowieso, das Verdener Modelabel „unpeopled“ zieht bei „onepair“ in der Verdener Fußgängerzone ein...

Verden – Langlebigkeit steht bei zwei kreativen Modeschöpfern aus Kirchlinteln ganz oben auf der Liste, wenn es darum geht, die bisher kleine Kollektion langsam, aber stetig zu erweitern. Zwei Oberteile sind hinzugekommen, seit Thilo Papenheim und Jan Wiechert mit ihrem Modelabel „unpeopled“ auf mehr Interesse gestoßen sind, als sie zunächst erwartet hatten. Bisher sind die farblich dezent und vom Design her zurückhaltenden Oberteile nur über den Internetshop zu bekommen, doch das soll sich ändern.

Papenheim: „Die Sachen anfassen zu können und in natura zu sehen, ist eben auch wichtig. Und das wollen wir jetzt möglich machen.“ Es soll eine kleine Ecke im Schuhgeschäft „onepair“ in Verden, Große Straße 49, mit ihren T-Shirts, Sweat-Shirts und Hoodys bestückt werden, die sich von der schnelllebigen Modewelt deutlich abgrenzen. Nicht nur das Material haben sie sorgfältig ausgewählt, auch die Farbwahl orientiert sich nicht an Trends. Im Gegenteil, was die beiden verkaufen, soll die Trends überleben.

Thilo Papenheim und Jan Wiechert tragen ihre Sachen, wenn es vom Anlass her passt, täglich und testen sie damit sozusagen selber aus. „Im Homeoffice passen T-Shirt und Hoody natürlich immer. Das ist bequem und schnell angezogen.“ Papenheim trägt ein schwarzes Sweatshirt, das oben links der Schriftzug „unpeopled“ unprätentiös ziert. Ihre Marke beschreiben sie folgendermaßen: „Unpeopled ist eine in der Reiterstadt Verden ansässige Marke für hochwertige Bekleidungswaren. Inspiriert wird das Label durch Gesellschaft, Umgebung und der Forschung nach neuen Ansätzen. Das Resultat sind Studien in Form von Kleidung, Fotografien und Grafikdesign. Die Verbindung zur Heimat fernab der großen Metropolen spielt in der Philosophie und der Herangehensweise eine besondere Rolle und macht die Marke einzigartig. Die Kleidungen werden mit ressourcenschonenden Materialien produziert und in limitierten Auflagen angeboten. Unpeopled ist eine unabhängige Marke und versteht sich zudem als offenes Netzwerk für kreative Talente. Unterschiedliche künstlerische Schwerpunkte und Kollaborationen mit Designern sollen Teil zukünftiger Kollektionen sein.

Modelabel „unpeopled“ in Verden: Kleidung in limitierter Auflage

Modepräsentation mit jungen Mann im Internet.
Das Label „unpeopled“ präsentiert seine Mode bislang nur im Internet. © unpeopled

Ein Ansatz, der verpflichtet, und den beiden Jungunternehmern viel Kraft und Zeit abverlangt. „Wir haben ja beide unsere Full-time-jobs. Am Abend oder morgens ganz früh und am Wochenende kümmern wir uns um die Präsentation im Internet, machen neue Fotos, kreieren Motive für die nächste, der Jahreszeit angepassten Kollektion.“

Der Sommer soll bei „unpeopled“ bunter werden. Aber davon sollen sich alle Fans und die, die es vielleicht noch werden, überraschen lassen. Derweil opfern Papenheim und Wiechert viel Freizeit, um sich ihren Traum zu erfüllen.

Und das wird noch eine ganze Weile so bleiben. Denn, um Kosten zu sparen, erledigen sie so viel wie möglich selbst. Für die regelmäßigen Fotoshootings haben sie sich eine professionelle Kameraausrüstung zugelegt, sparen dafür aber die Kosten für Fotografen. „Die Bildsprache ist wichtig, wir benötigen wöchentlich neues Material, um immer am Ball zu bleiben.“ Für das Casting sind die beiden stets auf der Suche nach neuen Gesichtern, arbeiten inzwischen aber mit fünf Models enger zusammen. Jan: „Wir sind interessiert an Gesichtern, die aus der Gegend kommen, allerdings können wir nicht viel zahlen. Dafür reicht der Umsatz noch nicht.“ Stattdessen freuen sich die beiden Modemacher über Reaktionen im Internet und immer mehr Kunden, die nicht dem Bekannten- und Freundeskreis angehören.

Neben der Pflege des Bestehenden geht es ständig um die Erweiterung der Kollektion und die des Online-Geschäftes. Was sie als Nächstes angehen wollen, ist die Präsenz auf Online-Marktplätzen. Bei den ersten Schrittenholen sie sich Tipps von Rudolf Schäfer und Alexander Heimann, die dort mit ihrem Angebot vertreten sind. Die beiden Jungunternehmer sind seit November vergangenen Jahres mit ihrem Geschäft in der Fußgängerzone vertreten, verkaufen Schuhe, Taschen und Accessoires. Dabei konzentrieren sie sich auf Marken, die in Verden an anderer Stelle nicht angeboten werden. Heimann: „Unser modisches Sortiment ist hochwertig, die Marken kommen in Verden gut an.“

Die beiden Geschäftsinhaber von „onepair“ freuen sich auf die Zusammenarbeit mit den Gründern des Modelabels „unpeopled“. Denn: „Wir können voneinander profitieren.“

Auch interessant

Kommentare