Zahlreiche Angebote gibt es schon / „Für Schüler wird sich nicht viel ändern“

Dog offiziell Ganztagsschule

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Das Foto zeigt einen Bestandteil des Ganztagskonzepts: die fitte Hausaufgabe ((hier mit Lehrerin Stefanie Kniest). Erst wird Sport gemacht, dann werden die Schularbeiten erledigt.

Verden - „Eigentlich sind wir schon seit vielen Jahren eine Ganztagsschule, jetzt aber offiziell.“ Detlev Lehmann, Leiter des Verdener Domgymnasiums, hat von der Kultusministerin die Zusage bekommen, dass das Domgymnasium zum kommenden Schuljahr als Ganztagsschule geführt wird. Als Bestätigung für eine kontinuierliche Modernisierung und die noch stärkere Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Schüler und Eltern wertet Lehmann diese Entscheidung.

„Die Idee, Ganztagsschule zu werden, stand schon seit einigen Jahren im Raum“, berichtet Michael Spöring. Der stellvertretende Schulleiter hat sich mit tatkräftigem Einsatz um das Konzept gekümmert. Er erklärt, dass das Domgymnasium sich Zeit gelassen habe, vor der Antragstellung in zweijähriger Arbeit gemeinsam mit Lehrern, Eltern und Schülern ein sinnvolles Konzept zu entwickeln, dieses in Teilen auszuprobieren und zu bewerten. „Wir wollten nicht auf einen fahrenden Zug aufspringen, ohne sicher zu sein, dass dieser Schritt für unsere Schule und unsere Schüler der richtige ist“. Um das Lernen zu verbessern, habe das Domgymnasium beispielsweise vor einigen Jahren die Struktur der Unterrichtsstunden geändert. Die Stichworte „Epochalisierung und Rhythmisierung“ deuten dabei an, dass eine Entschleunigung des Schulalltags beabsichtigt ist, wenn nur drei bis vier Fächer pro Tag (Doppelstundenprinzip) und neun statt zwölf pro Halbjahr unterrichtet werden.

Ein wesentliches Prinzip der Ganztagsschule, die individuelle Förderung, finde seit vielen Jahren statt: einerseits in Form des Projekts „Schüler helfen Schülern“ (Schüler als Tutoren, unterstützt von erfahrenen Lehrkräften), andererseits in Form von leistungsorientierten Angeboten wie sprachlichen, sportlichen und naturwissenschaftlichen Wettbewerben sowie Arbeitsgemeinschaften, die die Schüler weit über die gängigen Lehrpläne hinausführen.

Das Domgymnasium ist bekannt für sein umfangreiches Angebot an außerunterrichtlichen Aktivitäten, nicht nur im Musik- und Ökologiebereich. Detlev Lehmann hat damit die Maxime seines Vorgängers Clemens-August Borgerding fortgeführt und die Bedeutung der Schule als Lebens- und Erfahrungsraum gestärkt. „Darum wird sich für die Schüler gar nicht so viel ändern“, meint Lehmann, zumal in einer so genannten offenen Ganztagsschule kein Schüler gezwungen werde, die Nachmittagsangebote zu besuchen. Wie Schulelternratsvorsitzende Regina Klauner berichtet, kümmere sich eine Arbeitsgruppe darum, dass auch die Verpflegungssituation optimiert und zum kommenden Schuljahr ein Catering eingerichtet werde.

Viele bereits etablierte Angebote passen gut ins neue Konzept: die Berufsbörse, die fitte Pause oder die Kooperation mit externen Partnern aus den Bereichen Musik und Sport.

Seitens der Landesschulbehörde ist mit Unterstützung zu rechnen, ebenso wie Schul- und Ehemaligenverein seit Jahren in den außerunterrichten Bereich investieren und dieses fortsetzen wollen.

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