Rotary-Azubi-Aktion: Appell an Betriebe

Noch zu viele Neins auf der Liste

Jaqueline Borsch (rechts)hat durch die Rotary-Aktion bereits eine Lehrstelle gefunden. Die 17-jährige Achimerin beginnt am 1. August die Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten in der Praxis für Allgemeinmedizin Raby an der Feldstraße. Links Praxismanagerin Petra Raby, die sich auf die neue Auszubildende freut.

Achim - (la) · Zwar bleibt noch Luft bis September oder gar Oktober, um 59 Mädchen und Jungen mit Hauptschulabschluss aus der Vorstellungs-Broschüre „Eine(r) von uns“ auf Lehrstellen unterzubringen. Etliche von ihnen haben auch schon einen Ausbildungsplatz. Hinter zu vielen Namen aber steht auf der aktuellen Liste des Achimer Rotary-Clubs zu dieser Vermittlungsaktion in der Rubrik Azubi-Stelle noch ein „Nein“.

Das bewog Axel Burmeister, der das Projekt maßgeblich initiierte, gestern nicht nur Zwischenbilanz zu ziehen, sondern Arbeitgeber auch erneut an das weiterlaufende Vorhaben zu erinnern. Im Internet ist unter http://www.rotary1850-achim.de die Farbbroschüre „Eine(r) von uns“ mit Fotos aller Bewerber/innen sowie Angaben über Fähigkeiten, Vorlieben und berufliche Vorstellungen abrufbar. Dazu gibt es die Liste zur aktuellen beruflichen und schulischen Situation der Betreffenden.

Es sei keineswegs so, dass nur die zweite oder dritte Wahl an Lehrstellenbewerbern übrig blieb, so Burmeister. Fast alle verfügten zum Beispiel über gute Computer-Kenntnisse. Was oft fehle, sei die Kunst des Marketings – selbstbewusst an den richtigen Türen zu klingeln und sich gekonnt darzustellen. Der Rotary-Club gibt hier Unterstützung und hilft auch beim Formulieren von Bewerbungen, was gerade Jugendlichen mit Migrationshintergrund oft schwerfällt.

22 der 59 haben inzwischen eine Ausbildungsstelle oder eine gleichrangige Schulausbildung mit späterem Berufsabschluss in Aussicht. Sechs sind dabei, die Klasse zehn mit Ziel Realschulabschluss nachzuholen. Bei den 26, die mangels Lehrstelle die Berufsbildenden Schulen (BBS) in Dauelsen besuchen, wurde darauf geachtet, dass sie gezielt Fachrichtungen wählen, die ihnen liegen und zusagen.

51 von 58 seien bei der vorhergehenden, ersten Rotary-Aktion dieser Art am Ende auf dem Arbeitsmarkt „untergebracht“ worden, rief Burmeister in Erinnerung. In diesem Jahr sei eine Quote von rund 50 zu 50 erreicht, aber das könne sich noch deutlich ändern.

Klar sei auch, dass „der Markt eher nach Realschulabschlüssen fragt“ und dass Bewerber/innen unter 18 Jahren es schwerer haben, weil Arbeitgeber die in solchen Fällen zu beachtenden umfangreichen Jugendschutzvorschriften fürchten.

Gerade bei kleinen Handwerksbetrieben, die noch vor Wochen wegen der Krise um ihre Auftragslage fürchteten, und im Dienstleistungsbereich sieht Burmeister aktuell gute Chancen für zusätzliche Ausbildungsstellen.

Er hofft, dass viele Chefs dann auf die Rotary-Broschüre zurückgreifen und das Arbeitskräfteangebot darin wohlwollend studieren.

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