Jugendliche drehten in Film-AG „Blubb“ siebenminütigen Streifen mit Oytener Inhalten / Lücken, Träume, Wünsche

„Nix da“: Kein Freibad, kein Netzwerk...

„Nix da“: Hinter der Kamera stehend, boten sich Philip Diekmann und Miron Malinowski nur wenige Perspektiven in Sachen Jugendangebote in der Gemeinde Oyten.

Oyten - (kr) „Es gibt in Oyten viele Feste, aber eigentlich nichts, was Jugendliche direkt anspricht. Jugendliche werden medial zugemüllt und sind bis auf ein paar Ausnahmen sich selbst überlassen“, so beschreiben Philip Diekmann und Miron Malinowski die Inhalte ihres Filmprojekts, das am Dienstagabend im Jugendzentrum in Oyten vorgestellt wurde.

Der sieben Minuten dauernde Kurzfilm mit dem Titel „Nix da“ und einer Produktionszeit von immerhin 30 Stunden entstand im Rahmen der Film-AG „Blubb“ des Oytener Jugendzentrums im Atelier des Medienkünstlers Hermann Böhm. Gedreht wurde überwiegend vor Ort an verschiedenen Punkten in der Gemeinde.

Vier Jugendliche, die sowohl vor als auch hinter der Kamera standen, versuchten sich zusammen mit Philip Diekmann und Miron Malinowski als Jungfilmer und konnten dabei auf professionelles Equipment zurückgreifen. Das Drehbuch als Gemeinschaftsproduktion umfasst mehrere Szenen, für die jeder Mitmacher einen individuellen Beitrag leistete.

„Wir haben uns von dem Film ,Und täglich grüßt das Murmeltier’ anregen lassen, aber ohne zu kopieren. Der ist witzig gemacht und die dort aufgezeigten Handlungen sind ähnlich gelagert wie hier bei uns“, erklärte Philip Diekmann. „Auch wir wollten Wünsche formulieren, Illusionen darstellen und Träume benennen. Es gibt hier zum Beispiel kein Freibad, in dem man seine Sommerferien verbringen kann, keine Kartbahn, kein Netzwerk für Jugendliche, keine Information, nichts, dafür aber alles für Erwachsene“, erklärten die beiden 17-jährigen Jungfilmer. Die Arbeit mit Hermann Böhm und seinem Praktikanten haben beide als außerordentlich spannend empfunden. Gerne wollen sie in möglichen Arbeitsgruppen ihr Wissen und ihre gesammelten Erfahrungen an andere Jugendliche weitergeben. Sich weiter mit diesem Medium zu beschäftigen, möglicherweise sogar beruflich, können sich alle Mitmacher gut vorstellen.

Unterstützt von der Lokalen Arbeitsgruppe der Jugendhilfeplanung in Oyten, konnten die Jugendlichen bei der Finanzierung ihres Films auf ein Budget von 1200 Euro aus dem Topf für Jugendarbeit in der Gemeinde zurückgreifen. Gezeigt werden soll der Streifen auf Festen in Oyten und bei sich bietenden Gelegenheiten im Rathaus, um so viele Menschen wie möglich für die dargestellten Inhalte, aber auch für die Projektarbeit an sich zu interessieren.

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