Schlossparkverein verwirklicht neues Projekt mit Spendengeldern der vielen Freunde der Gartenanlage

Nischen zum Verweilen und Träumen

Viktor Billmaier (li.) und Vadim Salsmann waren dieser Tage intensiv mit den Arbeiten an der Nische im Schlosspark Etelsen beschäftigt.

Etelsen - (ost) · Zwei idyllische Plätze zum Verweilen und Träumen entstehen im Schlosspark in Etelsen. Einer ist fast vollendet, so dass sich Spaziergänger schon jetzt einen ersten Eindruck von diesen beiden Orten verschaffen können, die geradezu zur Rast einladen werden. „Die Verschönerung“, berichtet Manfred Köster vom Schlossparkverein, „erfordert rund 8000 Euro.“

Das Geld kam zum größten Teil – rund 7 000 Euro – durch die Neujahrsspende zusammen, zu der der Schlossparkverein jedes Jahr die Freunde des Parks aufruft. Der Erlös der letzten Aktion wurde zur Gestaltung eines Spielplatzes mit Rutsche, Klettergerüst und Schaukeln ausgegeben.

Die Geräte werden von den Kindern mit großem Vergnügen angenommen. Außerdem sind Sitzgelegenheiten aufgestellt worden, so dass sich die Eltern – ihre Kleinen im Blick – bequem zu einem Plausch niederlassen können.

Nun sind die so genannten Grotten dran, zwei Nischen mit Ruhebänken. Die eine befindet sich auf dem Weg, der vom Park hinab zum Sportplatz führt. Dies ist der letzte erhaltene Weg der ursprünglichen Parkanlage, die 1899 von dem bedeutenden Gartenkünstler Friedrich Kreiß entworfen worden war, dessen Plan auch heute noch Grundlage für die weitere Gestaltung des Parks ist.

Einige Stufen führen hinab zu der Grotte, dessen Rückwand mit dicken Felssteinen vergrößert wurde. Oberhalb wurden Eiben und Ilex angepflanzt, an den Steinen selbst Clematis. Im Schutz der Steine wird eine neue halbrunde Bank aufgestellt werden. Der Platz selbst ist mit neuem Material eingeebnet, zwei Stufen sind ins Erdreich eingelassen worden, die weiter zu dem Weg führen, den noch die alten Gossen und Steine von einst einfassen.

Ein weiterer Glanzpunkt ist eine Skulptur des Bildhauers Friedhelm Wege, der im Park bereits mit drei Arbeiten vertreten ist: dem unter seiner Last gebeugten „Kärrner“, der riesigen „Kopfgeburt“ und mit den kleineren Steinporträts „Ich war auch hier…“.

In der Nische steht sein Werk, das an eine Faust erinnert. Jeder, der sich auf die neue Bank niederlassen wird, kann sie betrachten und sich seinen eigenen Interpretationen über dieses mächtige künstlerische Gebilde hingeben.

Dann wird der schon vorhandene Platz ausgebaut, der sich auf dem Weg vom Mausoleum hinab Richtung Baden befindet. Von hier hat der Besucher einen weiten, schönen Blick auf den Badener Berg. Auch hier wird die Steinwand vergrößert, auch hier kommt eine neue Bank hin. Der Fortgang der Arbeiten soll zügig vonstatten gehen. „Da muss allerdings das Wetter mitspielen“, berichtet Axel Philipp, der mit seinen Mitarbeitern die Verwirklichung des Projekts in die Hand genommen hat.

Der Schlossparkverein hat weitere ästhetische Maßnahmen auf dem Gelände ins Auge gefasst und hofft auch in der Zukunft auf die Spendenfreudigkeit der Bürger nicht nur aus Etelsen, Cluvenhagen, Hagen-Grinden oder Steinberg, sondern darüber hinaus auch der Einwohner aus den benachbarten Gemeinden, die ebenso den Park immer wieder zu erholsamen Spaziergängen aufsuchen.

Der Schlossparkverein freut sich stets über die große Resonanz, auf die sein Aufruf zur Spende bei den Freunden dieses gärtnerischen Kleinods trifft. An der ersten Aktion beteiligten sich 32 Bürger, bei der jüngsten waren es mittlerweile 160. Insgesamt kamen dabei 30 000 Euro für den Park zusammen. Der Verein hofft auch weiterhin auf ein ebenso starkes Echo und damit auf eine Fortsetzung dieser Erfolgsgeschichte.

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