Neujahrsempfang in Dörverden / Meyer: „Engagement macht mich glücklich“

„Nicht ruhig, spannend“

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Bürgermeisterin Karin Meyer überreicht ihrem Stellvertreter Heinrich Bodenstab einen Blumenstrauß als Dankeschön.

Dörverden - Proppevoll war es am Sonnabendvormittag beim Neujahrsempfang in Kochs Hof in Dörverden: Wer keinen der mehr als hundert Stühle ergattert hatte, musste das Geschehen stehend verfolgen. Bei diesem Andrang brauchte es keinen weiteren Beweis, wie groß das Interesse der Bewohner an ihrer Gemeinde ist.

Bürgermeisterin Karin Meyer und der Vorsitzende der Vereinigung der Selbständigen in Dörverden, Ulf Dieckhoff, hatten folglich viele Hände zu schütteln. Denn mit weit über 100 Gästen war der Neujahrsempfang von Gemeinde und Selbständigengemeinschaft sehr gut besucht.

Zu den prominentesten Gästen zählte der Bundestagsabgeordnete Andreas Mattfeld (CDU) sowie die Landtagsabgeordneten Wilhelm Hogrefe (CDU) und Lars Klingbeil (SPD). Außerdem hatten sich Vertreter aus Wirtschaft, Vereinen, Verbänden oder der Kirche im Kulturgut eingefunden, wo sie alle vom Team des Gasthauses Waidmannsheil verwöhnt und vom Posaunenchor der Kirchengemeinde unterhalten wurden.

In ihrer Festansprache streifte Bürgermeisterin Karin Meyer viele Themen aus dem zurückliegenden Jahr. Es ging um weltweit bedeutsame politische Ereignisse, aber auch um die Geschehnisse mit regionalem Bezug wie die Komplexität von politischen Entscheidungen, die Bürgerbeteiligung hinsichtlich der Kasernenumnutzung oder moderne Kommunikationsinstrumente für Kommunen und Privathaushalte. „Nur gut, dass wir neben unseren Problemen auch so viele positive Ereignisse zu verzeichnen haben.“, so Meyer, die außerdem auf die anhaltend angespannte Finanzlage der Gemeinde verwies, die sie als Bremsklotz für die Zukunftsentwicklung bezeichnete. „Trotz sparsamer Haushaltsführung reichen die aktuellen Einnahmen nicht, um die Ausgaben zu decken. Da ist es auch kein Trost, dass es Bund und Land und ungezählten Kommunen ebenso ergeht“, so die Bürgermeisterin weiter.

Meyer sprach weiter vom Wettbewerb um die Wohnortattraktivität mit anderen Kommunen, von der Wichtigkeit der getätigten Investitionen in den Ausbau der Kinderkrippen und von der demografischen Entwicklung, deren Auswirkungen auch in Dörverden spürbar seien. Und sie versäumte es nicht, Verwaltung und politischen Gremien Lob und Dank auszusprechen. Denn das, was zum Wohle der Gemeinde vorangebracht oder erreicht worden sei, habe man gemeinsam geschafft.

Als überaus reich beschrieb sie die Gemeinde hinsichtlich des ehrenamtlichen Bürgerengagements. „Das erfüllt mich persönlich mit Stolz und macht mich glücklich.“

Dass es sich gut in Dörverden leben ließe, davon zeigte sich Dieckhoff überzeugt. Auch er verhehlte bestehende Probleme nicht. „Die VDS hat 2011 einen Anstieg an Mitgliedern verzeichnen können. Aber es sind auch Gewerbetreibende weg gegangen oder Dörverdener haben sich an gemeindefernen Standorten selbständig gemacht.“ Dieckhoff beschwor den Grundgedanken der Gemeinde als Gemeinschaft und machte dabei deutlich, dass dies nur mit respektvollem Umgang und in Verantwortung für das Gemeinwohl gelingen kann. Und mit Blick auf 2012: „Das wird sicher kein ruhiges, aber ein spannendes Jahr. Darauf sollten wir anstoßen.“ · nie

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