Erlebnisse einer Telekom-Kundin nach einem Umzug

Die Neujahrsgrüße blieben diesmal aus

Der Zugang zum Telefonnetz ist der Verdenerin nach ihrem Umzug heute noch verwehrt.

Verden - (kle) · Das neue Jahr wollte Verdenerin Angelika L. gemütlich in ihrer neuen Wohnung beginnen. Aber ganz so ruhig wie er verlief, hatte sie sich den Neujahrsmorgen nicht vorgestellt. Anrufe mit Grüßen und guten Wünschen mussten diesmal ausbleiben, weil die Telekom-Kundin nach sechs Wochen immer noch darauf wartete, dass ihr Telefon im neuen Heim wieder funktionierte.

Fehler passieren überall, und wenn es bei einer Panne geblieben wäre, hätte Angelika L. geduldig den Lauf der Dinge abgewartet. Was die Verdenerin aber erlebt hat, nachdem sie am 17. November im Verdener Kunden-Center der Telekom ihre Umzugspläne innerhalb der Stadt und damit den Wunsch angemeldet hatte, ihren Telefonanschluss in der neuen Wohnung weiter betreiben zu können, bringt die Kundin auf die Palme.

Nach einer endlos wirkenden Serie von Verzögerungen und immer neuen Fristen, die mit einer Abfolge von mehreren Pannen begründet wurden (siehe Artikel unten), hat Angelika L. keine Lust mehr. „Die Schmerzgrenze ist längst überschritten“, schreibt sie in der außerordentlichen Kündigung ihres bis heute nicht funktionierenden Anschlusses.

Da half es dann auch nichts mehr, dass der Kundenservice doch noch versuchte, das zerschlagene Porzellan zu kitten. Eigentlich hatte Pressesprecherin Stefanie Halle damit gerechnet, dass der Kundenberater die Wogen im Gespräch wieder glätten würde: „Das sind gute Leute.“ Aber vergeblich. Halle sieht die nicht enden wollende Geschichte der Verdener Kundin als Einzelfall und bedauert: „Das ist jetzt so gelaufen.“

Wie das gelaufen ist, wollte die Telekom-Sprecherin nicht kommentieren. Ist auch nicht nötig, meint Angelika L.. Sie findet den Abschluss ihres wohl allerletzten Gesprächs mit einem Mitarbeiter des Verdener Kundencenters aussagekräftig genug, um als Kommentar zu dienen: „Da die Telekom-AG nicht in der Lage ist, ihre eingegangenen vertraglichen Verpflichtungen einzuhalten, räumte mir der hiesige Filialleiter sofort ein außerordentliches Kündigungsrecht ein, wies dabei aber auf recht selbstgefällige und arrogante Art und Weise auf die Monopolstellung der Telekom hin und dass auch die Konkurrenz ihre Leitungen nutze.“

Tatsächlich habe sich ein Kundenberater bei ihr gemeldet, bestätigt Angelika L.. Er habe erklärt, dass es sofort möglich sei, eine Leitung bereitzustellen. Wann die aber freigeschaltet würde, habe er nicht sagen können. Von einer Entschädigung habe er nichts gesagt. Was nämlich bei der Telekom während der Zeit regelmäßig geklappt habe, sei die Zustellung der Rechnung gewesen.

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