Kasernen-Investoren wollen Stadt Gelände an Worpsweder Straße abkaufen und Risiko abnehmen

Neues Angebot für Ueser Sportzentrum

Entsteht nun hier das neue Ueser Sportzentrum mit der renovierten Halle, Vereinsheim und drei Sportplätzen inklusive Allwetterplatz? Fotos: Brodt

Achim - Neue Entwicklung und vielleicht die Wende in Sachen Verlegung des Ueser Sportzentrums von der Worpsweder Straße auf das Achimer Kasernengelände.

Gestern Nachmittag erklärten die Investoren auf dem Kasernengelände Manfred Huhs und Andreas Hundsdörfer bei einem Informationsbesuch des SPD-Bundestagsabgeordneten Joachim Stünker und der Achimer SPD auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände, dass sie bereit seien, das jetzige Ueser Sportzentrum an der Worpsweder Straße zu übernehmen, selbst als Wohnbaufläche zu vermarkten und der Stadt so dieses finanzielle Risiko abzunehmen.

Bisher hatte der Plan so ausgesehen, dass die Stadt die von den Investoren angebotenen drei neuen Sportplätze auf dem ehemaligen Militärgelände, die renovierte Sporthalle plus Vereinsheim auch aus der Vermarktung des städtischen Sportgeländes an der Worpsweder Straße als Wohnbaufläche finanziert. Die Stadt hätte auf dem potenziellen Bauland sitzen bleiben können und ein geschätztes finanzielles Risiko von rund 1,5 Millionen Euro gehabt.

Bis Anfang vergangener Woche hatte ein in Achim wohnender und in Verden tätiger Bauträger der Stadt für das Areal an der Worpsweder Straße ein Kaufangebot unterbreitet, es dann aber nach Anfeindungen und Kritik wegen seiner gleichzeitigen Zugehörigkeit zum Achimer Stadtrat wieder zurückgezogen. Damit schien das Sportzentrum auf dem Kasernengelände, das der TSV Uesen um jeden Preis haben möchte, wieder in weite Ferne gerückt.

Aus diesem Dilemma wollen nun die Kasernen-Investoren Huhs und Hundsdörfer die Stadt und den Verein befreien: Ihr Angebot für das neue Ueser Sportzentrum steht, und sie sind bereit, der Stadt das jetzige Sportzentrum an der Worpsweder Straße für die besagten 1,5 Millionen Euro abzukaufen und es auf eigene Rechnung dann zu vermarkten.

Ob das der Durchbruch in der Frage ist?

Gestern Abend sprachen die Fraktionen am sogenannten runden Tisch im Rathaus ohnehin über das Thema.

Bereits vor der neuesten Entwicklung hatte sich der CDU-Stadtverband für das neue Sportzentrum auf dem Kasernengelände ausgesprochen. Im Gegensatz zum großen finanziellen Risiko und den vielen planerischen Unsicherheiten bei dem von der Ratsmehrheit beschlossenen Grundstückstausch mit dem Amtsgericht sei im Falle der Sportplatzverlagerung das Risiko überschaubar und vor allem auch akzeptabel, meint die CDU.

Mit der Neuanlage des Sportgeländes auf dem früheren Bundeswehrgelände werde für die Zukunft sinnvoll und den Notwendigkeiten angepasst investiert, so die CDU Achim in ihrer Stellungnahme. Nun ist das Risiko für die Stadt demnach noch überschaubarer geworden.

Beim gestrigen Informations-Rundgang über das ehemalige Bundeswehrgelände hatten die Investoren Huhs und Hundsdörfer außerdem darüber informiert, dass im März 2010 mit dem Bau der neuen Zufahrtsrampe von der Ueser Feldstraße zum Kasernengelände begonnen werden soll.

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