800 000 Euro Schaden / 100 Feuerwehrleute im Einsatz / Ein Handwerker wurde verletzt

Neue Waller Halle brannte ab

Verden - WALLE · Eine verletzte Person und eine zerstörte Sporthalle, die sich noch im Bau befand, sind die Bilanz eines Großbrandes gestern Nachmittag in Verden-Walle. Aus bislang ungeklärter Ursache geriet der Gebäudekomplex in Brand, und bereits bei der Anfahrt der ersten Kräfte wurde auf Grund von zahlreichen weiteren Notrufen die Alarmstufe auf Brand drei erhöht.

Somit kamen die Feuerwehren aus Walle, Dauelsen, Scharnhorst und Verden sowie die Drehleiter der Feuerwehr Achim und die Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) mit ELW 2, SGW und SW-2000 zum Einsatz – insgesamt über 100 Kräfte. Zur Versorgung des verletzten Handwerkers und zur Sicherheit der Einsatzkräfte wurden auch zwei Rettungstransportwagen des DRK alarmiert.

Mittels eines umfassenden Löschangriffs, zeitweise über die beiden Wenderohre der Drehleitern, einen Wasserwerfer und sechs B-Rohre durchgeführt, konnte das Feuer nach einiger Zeit unter Kontrolle gebracht werden, und auch einige Gasflaschen wurden gekühlt aus dem Gebäude geborgen.

Die ebenfalls alarmierten Bauhofmitarbeiter streuten die Einsatzstelle ab, da bei den extrem niederigen Temperaturen das Löschwasser auf dem Boden gefror. Den Mitarbeitern der Verdener Stadtwerke machte der Dauerfrost ebenso zu schaffen, denn um die Versorgung des Gebäudes mit Gas, Wasser und Strom zu unterbrechen kam ein Presslufthammer zum Einsatz, damit der gefrorene Boden durchbrochen werden konnte.

Nachdem die Einsatzleitung festgestellt hatte, dass das Feuer unter Kontrolle gebracht wurde, konnte damit begonnen werden, die Glutnester abzulöschen. Dabei leistete ein Bagger wertvolle Hilfe, da bereits Teile der Dachkonstruktion eingestürzt waren.

Gegen 16 Uhr rückte dann noch die SEG-Verpflegung des DRK an, um die Einsatzkräfte, vor allem mit warmen Getränken, zu versorgen. Auf Grund der extremen Kälte entschied sich die Einsatzleitung außerdem dazu, mittels T-Mobile-Alarmruf frische Kräfte zur Ablösung heranzuziehen, und auch der Brandschutzprüfer des Landkreises und Bürgermeister Lutz Brockmann machten sich vor Ort ein Bild von der Lage.

Am Abend waren die Feuerwehrleute noch mit den Nachlöscharbeiten beschäftigt. Am Gebäude, das sich in unmittelbarer Nähe der Grundschule befindet, entstand nach Einschätzung der Polizei wirtschaftlicher Totalschaden. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache noch während der Löscharbeiten aufgenommen und das Gebäude beschlagnahmt. Es sei aber wahrscheinlich, dass der Brand bei Handwerkerarbeiten ausgebrochen ist.

Nach ersten Schätzungen geht die Stadt Verden als Bauträger von einem Schaden in Höhe von 800 000 Euro aus. Für die Dauer des Einsatzes wurde das Wohngebiet um die Turnhalle weiträumig abgesperrt, da sich starke Rauchwolken gebildet hatten.

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