Neues Konzept für Uesen nach Platzen der Kasernenpläne

Neue Sporthalle und Allwetterplatz

Weicht die alte Schulturnhalle einer neuen?

Achim - ACHIM (mb) · Nachdem ein Sportzentrum auf dem ehemaligen Kasernengelände mit renovierter Halle, Vereinsheim und vier Plätzen nun definitiv gescheitert ist, kommen wieder alte Pläne von 2008 für Uesen auf den Tisch: Neubau einer Sporthalle an der Schule nach Abriss der alten Halle und Allwetterplatz am Sportzentrum Worpsweder Straße.

Wie vom Achimer Kreisblatt berichtet, hatten die Investoren auf dem Kasernengelände Huhs und Hundsdörfer Abstand von der Sportzentrumsidee auf dem Kasernenareal genommen, nachdem die Stadt sie auf neue Energiesparrichtlinien für die alte Halle und damit entstehende Mehrkosten hingewiesen hatte. An der ablehnenden Haltung der Investoren hatte ein Gespräch mit dem Bürgermeister in der letzten Woche auch nichts mehr geändert. Zwei Tage später schrieb Manfred Huhs, Geschäftsführer der Achimer Stadtwald Grundstücks- und Erschließungsgesellschaft, an den Bürgermeister: „Wir haben uns mit der gesamten Aufgabenstellung sehr intensiv auseinander gesetzt und aufgrund der Stellungnahmen der GGA (Gebäude- und Grundstücksgesellschaft Achim) auch eine Prüfung durch unabhängige Sachverständige vornehmen lassen. Diese kommen zu dem Ergebnis, dass das Einbringen der jetzigen Halle in eine Neubauplanung sich letztlich auf einen schlechten Teilrohbau reduzieren würde. Nach all den Gesprächen und Untersuchungen sind wir zusammengefasst zu dem Entschluss gekommen, uns auf unsere Kerntätigkeit von Grundstückssanierungen und Grundstückserschließungen zurückzuziehen und darüber hinaus keine weiteren Baumaßnahmen durchzuführen.“

Der Plan, den Eigentümern des Ex-Kasernengeländes 3,15 Millionen Euro für den Bau des Sportzentrums aus der Stadtkasse zu überweisen und 1,5 Millionen Euro davon durch den Verkauf des Sportgeländes an der Worpsweder Straße als Bauland zu finanzieren, ist also hinfällig. Ebenso wahrscheinlich wie die für 2011 vorgesehene Sanierung der zu kleinen und heruntergekommenen Schulturnhalle für 896 000 Euro.

Der Vorschlag des Bürgermeisters an den Stadtrat lautet nun, die alten Ideen von 2008 aufzugreifen: Abriss der alten Ein-Feld-Schulturnhalle und Neubau einer Zwei-Feld-Halle von 18 mal 36 Metern an gleicher Stelle für geschätzte 2,86 Millionen Euro plus Kosten für Grunderwerb und Parkplätzen. Den Allwetterplatz am Sportzentrum Worpsweder Straße will die Verwaltung weiter bauen, wenn die Widersprüche von Anwohnern entschieden sind. Eine Verschiebung des Platzes dort wird nicht möglich sein, da dann Wohnbereiche und Umweltbelange auf dem ehemaligen militärischen Gelände wieder beeinträchtigt werden können.

Alles steht allerdings unter Finanzierungsvorbehalt, wie Bürgermeister Uwe Kellner gestern im Pressegespräch sagte. Auch 2011 ist ein Loch im Stadthaushalt zu erwarten und der Stadtrat muss nun entscheiden, ob er für die Ueser Sportstätten derart investieren will. Unter dem Strich entstünden durch die neue Situation keine allzu großen Mehrkosten. Man hätte allerdings eine Halle weniger in Uesen.

Bürgermeister Kellner hat den Vorstand des TSV Uesen über die neue Lage unterrichtet, und der hat unterstrichen, dass er für seine Hallensportler ebenso wie für die Fußballer dringend neue Sportflächen benötigt. Das gilt auch für den Sportunterricht an der Schule.

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