Die neue grüne Mitte im Magdeburger Viertel nimmt Formen an / Viele Kleinprojekte für Benachteiligte laufen wieder an

Neue Sport- und Spielplätze geplant

Die künftige Astrid-Lindgren-Ganztagsschule feiert heute das Richtfest ihrer neuen Mensa.

Achim - (mb) · Nach dem teuren Abriss der unwirtlichen Hochhäuser ziert die geplante „grüne Mitte“ im Magdeburger Viertel bislang nur ein sehr beliebtes DFB-Kleinspielfeld. Das soll sich bald ändern, denn daneben sollen weitere Spielflächen entstehen.

Während der schon 25. Stadtteilkonferenz Achim-Nord im Bürgerzentrum stellte am Montagabend die Architektengruppe Freiraumplanung ihr neues Konzept für die Mitte vor. Es sieht westlich vom DFB-Spielfeld in Richtung Kindertagesstätte ein 28 mal 15 Meter großes Basketballfeld für Mädchen, östlich vom kleinen Fußballplatz ein weiteres Ballspielfeld und einen Spielplatz mit originellen Geräten vor, über die die junge Generation in den kommenden Monaten noch mitbestimmen soll. Gleiches gilt für den Fitnessparcours, der südlich davon Richtung Astrid-Lindgren-Schule angelegt werden soll.

Die trennenden hohen Erdhügel und Zäune zur Schule sollen niedriger werden, weil auch die Schule, die ab dem neuen Schuljahr zur Ganztagsschule für den gesamten Stadtteil werden soll, die Anlagen mitbenutzen soll. Steinwürfel und kleine Tribünen erlauben jungen und alten Menschen, das spielerische und sportliche Treiben zu beobachten.

Mit schalldämpfenden, wasserdurchlässigen und nur schwer entflammbaren Platten soll der gesamte Sport- und Spielbereich ausgelegt werden.

Das Zentrum der grünen Mitte soll hier gestaltet werden, westlich davon bei der Kindertagesstätte soll später noch eine Spiellandschaft für Kleinere folgen, während östlich davon ebenfalls deutlich später ein Ruhe- und Erholungsbereich für „ältere Semester“ geschaffen werden soll. Entstanden ist sogar die Idee, hierhin Bäume vom Baumplatz am Rathaus zu verpflanzen, wenn dort einmal ein Einkaufszentrum entstehen sollte.

Rund 500 000 Euro stehen für die Spiel- und Sportplätze in den vom Land geförderten Programmen der sozialen Stadterneuerung zur Verfügung. Nähere Angaben zu den Kosten der Sport- und Spiellandschaft verweigerte Brigitte Vorwerk, Vertreterin des gut bezahlten Sanierungsträgers, Baubecon, dem Achimer Kreisblatt auf Nachfrage mit der Bemerkung, wir lebten in einer parlamentarischen Demokratie und keiner Basisdemokratie. Deshalb sollten erst die Ratsmitglieder darüber unterrichtet werden.

Schon lange ist das Bürgerzentrum an der Magdeburger Straße Mittelpunkt der sozialen Stadterneuerung und Sozialarbeit in dem Stadtteil mit hohem Ausländeranteil. Wie dessen Leiter Dirk Ysker informierte, laufen im Rahmen des Bundesprogrammes „Stärken vor Ort“ wieder viele kleine Projekte. Die Hauptschule widmet sich dem Thema „Schulverweigerung“, die Kreisvolkshochschule bietet Sprachkurse zur Alphabetisierung, für Fortgeschrittene und für Frauen mit Migrationshintergrund. Im IT-Bereich können Jugendliche ein europäisches Zertifikat erwerben, während sie bei „Robertine“ Zugang zu neuen Technologien finden, indem sie mit Bausteinen Roboter bauen. „Mavi“, der Verein fürs Magdeburger Viertel, bietet einen Frauentreffpunkt und eine Textilwerkstatt, während der Kulturverein Achimer Muslime ein Projekt unter dem Titel „Jetzt gemeinsam lernen“ anbietet. Frauen sollen auch mit Exkursionen aus ihren Wohnungen und dem Magdeburger Viertel herauskommen und zur gesellschaftlichen Teilhabe ermuntert werden. Viele wichtige Kleinprojekte, die schon seit Jahren erfolgreich sind.

Große Aktivitäten werden auch in dem Haus der Projekte, frühere Wohnungen, entwickelt, wo der Kunstverein sich räumlich ausdehnen wird, wo Fahrradwerkstatt, Spielecke und Filmstudio ihren Sitz haben.

Und auch das benachbarte Gemeindezentrum Nord der evangelischen Kirche, das jüngst der Achimer Kirchenvorstand zur Disposition gestellt hatte, dürfte noch längere Zeit bestehen bleiben. Wie Pastorin Marina Kortjohann informierte, wird die Griechisch orthodoxe Kirche von Antiochia hier als Mieter einziehen. Der Mietvertrag mit den Christen, die bisher in Oyten ihre Räume hatten, läuft über mehrere Jahre.

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