Der Fischerhuder Bernd Schlott stellt neue CD vor / 42 Minuten anspruchsvolle Instrumentalmusik

„Nach den Sternen greifen“

Der Fischerhuder Musiker gilt als Zauberer mit dem Saxophon.

Fischerhude - (kr) · „Décrocher La Lune“ (Nach den Sternen greifen) heißt die siebte CD des Fischerhuder Musikers Bernd Schlott. Mit diesem Tonträger, der in einer 1000er-Auflage bei Toca-Records erschienen ist, setzt der leidenschaftliche Saxophonist, Klarinettist und Harp-Spieler eine musikalische Erfolgsgeschichte fort.

„Décrocher La Lune“ ist Balsam für die Seele all derer, die auf dem langen Weg hin zur Erfüllung ihrer Träume etwas Trost, Zuspruch und akustische Motivation benötigen. „Nach den Sternen greifen, oder das Unmögliche anstreben, heißt gleichzeitig zu verstehen, dass der Weg das Ziel ist, wo immer es auch sein mag“, heißt es auf Schlotts Homepage.

Verschiedene Soli, darunter eines aus der Serie Nr. 2, gespielt mit dem ausdrucksstarken Altsaxophon, und zwei gefühlvolle Walzer aus eigener Feder, vorgetragen vom Bremer Pianisten Hans-Jürgen Osmers am Klavier, machen den Tonträger zu einem absoluten Hörgenuss. Mit den Walzern hat Schlott neben der konsequenten Fortsetzung seiner Solostück-Reihe ein eigenes, neues Genre eröffnet, mit dem es ihm sehr überzeugend gelungen ist, seine Ambitionen als Komponist für Filmmusiken herauszustellen.

Mit „Schlott goes Funk“ setzt der Musiker Akzente, die experimentell sind, aber seinem bisherigen Habitus gut zu Gesicht stehen, weil er in seiner musikalischen Ausrichtung stets für alles offen ist.

In dem Titel „Karawane“ lässt er sich von Rolf Kirschbaum auf der Bariton-E-Gitarre begleiten, während der gleiche Interpret bei „Captain Jungle“ den Background mit Drums ausfüllt. Ein Ohrenschmaus wird dem Hörer mit dem Solo Nr. 2 für Mundharmonika geboten. Das langsam und wehmütig gespielte Instrument kommt bestens zur Geltung. Spannend gestaltet sich das Duett mit dem Kanadier Dave Goodman, wobei beide den Blues neu für sich erfinden.

Beim abschließenden Duett mit den Kirchenglocken der Fischerhuder Liebfrauenkirche weht den Hörer ein Stück großes Kino an: Die Losgelöstheit und Einfachheit der Kompositionen in Verbindung mit dem zeitlosen Klang der Glocken entlässt den Hörer in eine Art Sonntagsstimmung, die noch einige Zeit nachwirkt und Lust auf eine Rückkehr in die musikalischen Gefilde des Bernd Schlott macht.

Die elf Stücke spiegeln zwar unterschiedliche Stimmungen wider, verbinden sich aber letztlich in ihrer Gesamtheit zu einer vertrauten, fast bildhaft wirkenden Komposition, in deren Geborgenheit sich der Zuhörer zurückfallen lassen kann.

Die CD ist in der Fischerhuder Dorfbuchhandlung, oder bei Bernd Schlott direkt unter der Adresse http://www.berndschlott.de für 18 Euro zu haben.

Am Sonntag, 13. Juni, um 22 Uhr, sendet das Nordwestradio ein zweistündiges Interview mit dem Musiker, das den Titel „On the Tracks“ trägt. Enthalten sind Hörbeispiele, Lieblingsmusik von Bernd Schlott und Interessantes aus seinem Leben.

Wer Lust auf abgefahrenes Kneipenfeeling hat, kann Bernd Schlott am selben Tag bei einem Konzert im Hellingst 59 bei Holste, erleben. Er spielt ab 11.30 Uhr bei Kalle Dietrich neue und bekannte Songs. Am Freitag, 6. August, ist der Musiker zusammen mit dem Pianisten und Keyboarder Carsten Günther um 20 Uhr beim Gartenkulturfestival in Ströhe zu hören.

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