Das Vokalensemble „Camerata“ aus Minsk stimmt auf höchstem Niveau zauberhaft auf Weihnachten ein

„Musikalische Perlen“ aus Weißrussland begeistern

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Das Ensemble versprach musikalische Wunderklänge und hielt Wort.

Achim - Von Bernd Hägermann. In Weißrussland wird Weihnachten am 6. Januar gefeiert. Geschenke allerdings gibt es schon an Silvester.

Wie in Deutschland ist auch in Weißrussland - die deutsche und die russische Seele sollen einander ja ähnlich sein - das Weihnachtsfest Anlass für große Gefühle und die Stärkung der Familienbande. Und es ist das Fest der Lieder. Das Vokalensemble „Camerata“ aus Minsk lieferte dafür am Freitagabend im Kulturhaus „Alter Schützenhof“ (Kasch) einen nachdrücklichen Beweis. Das Sextett hatte in der Ankündigung „nie gehörte Wunderklänge“ versprochen und damit nicht zu hoch gegriffen.

Die drei Sängerinnen und Sänger aus der weißrussischen Hauptstadt bezauberten das Publikum mit faszinierenden Stimmen, die ohne Verstärkung brillieren, und einer Musikauswahl, die mühelos zwischen eigenen Kompositionen, Jazzklassikern wie Gerhwins „They can´t take ist away“, dem brasilianischen Volkslied „Mas Que Nada“, dem „Ave Maria“ von Johann Sebastian Bach oder dem „Mambo Swing“ des Voo Doo Daddy wechselt.

Schon nach dem ersten Titel - „Snow“ von Olga Vorobjeva - erhielt das Publikum eine Ahnung von der hohen stimmlichen Qualität dieses Weihnachtskonzertes.

In der Folge wurde diese Ahnung zur Gewissheit. „Camerata“ konzertierte gefühlvoll, ohne Pathos, mit sorgsam artikulierten Zwischentönen und kraftvoller gesanglicher Energie. Stimmlich stieß niemand der Ensemble-Mitglieder (Olga Vorobjeva, Tatjana Drobisheva, Galina Gordynez, Alexander Dovnar, Igor Melnikov, Alexei Burdeley) auch nur annähernd an seine Grenzen. Weder bei der „Bulgarian Fantasy“, noch beim russisch-orthodoxen „Our Lady“ oder dem Weihnachtsklassiker „Stille Nacht“. Für ihren gesanglichen Vortrag wurde das Ensemble vom Publikum immer wieder heftig beklatscht.

Susanne Groll vom Kasch hatte bei der Begrüßung im Zusammenhang mit „Camerata“ von „kleinen künstlerischen Perlen“ gesprochen. Diese Perlen offenbarten an diesem Abend ihre ganze Schönheit und stimmten genussvoll ein auf die Weihnachtstage.

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